Wer in Homburg einen neuen Führerschein beantragt, muss künftig nicht mehr zweimal beim Bürgeramt erscheinen. Die Kreisstadt bietet ab sofort den Direktversand von Führerscheinen an – ein Service, der den bisher obligatorischen Abholtermin ersetzt und das gesamte Antragsverfahren spürbar verschlankt.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Nach der persönlichen Antragstellung bei der Führerscheinstelle übernimmt die Bundesdruckerei den Rest. Sie schickt das fertige Dokument als Einwurfeinschreiben direkt an die Wohnanschrift der antragstellenden Person. Der Umweg über die Stadtverwaltung, der bislang zusätzliche Tage kostete, fällt damit weg. In vielen Fällen dürfte der Führerschein so deutlich schneller im Briefkasten landen als beim bisherigen Verfahren.
Ein praktischer Nebeneffekt betrifft alle, deren altes Dokument bereits abgelaufen ist. Im Rahmen des Direktversands kann das bisherige Führerscheindokument mit einer befristeten Inlandsfahrberechtigung versehen werden – selbst dann, wenn es seine Gültigkeit längst verloren hat. Damit bleibt der alte Führerschein übergangsweise nutzbar, bis das neue Exemplar eintrifft. Bei einer Verkehrskontrolle droht so kein Ärger wegen eines ungültigen Dokuments.
Der zusätzliche Service kostet fünf Euro. Dafür sparen sich Bürgerinnen und Bürger den zweiten Gang zur Behörde, die damit verbundene Wartezeit und die oft schwierige Terminplanung. Gerade für Berufstätige, die sich nur schwer während der Öffnungszeiten freimachen können, dürfte das eine echte Erleichterung sein.
Der städtische Beigeordnete Philipp Scheidweiler sieht in dem Angebot einen konsequenten Schritt nach vorn: „Mit der Einführung des Direktversands erweitert die Stadt ihren Bürgerservice um ein modernes und bürgerfreundliches Angebot, das Verwaltungsabläufe vereinfacht und den Servicegedanken weiter stärkt.“ Tatsächlich reiht sich die Neuerung in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen Homburg seine Verwaltungsprozesse digitaler und komfortabler gestalten will. Die organisatorischen und technischen Voraussetzungen dafür wurden in den vergangenen Wochen geschaffen – nun steht der Service allen Antragstellenden offen.


















