(v. l. n. r.) Peter Kaufmann, Bürgermeister Manfred Rippel, Hans-Jürgen Bernd und Peter Mayer bei der Vorstellung der neuen Poststation und ihrer Funktionen Foto: Julie Jager

Rund um die Uhr Pakete versenden, Briefmarken kaufen oder benachrichtigte Sendungen abholen – was in vielen Stadtteilen längst Wunschdenken ist, gehört in Bruchhof-Sanddorf ab sofort zur Realität. Die erste Poststation im gesamten Homburger Stadtgebiet hat dort offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Peter Mayer, Regionaler Politikbeauftragter der DHL Group, weihte die Anlage gemeinsam mit Bürgermeister Manfred Rippel, dem stellvertretenden Ortsvorsteher Hans-Jürgen Bernd und Standortgeber Peter Kaufmann ein.

Für den Stadtteil bedeutet die neue Station einen deutlichen Zugewinn an Infrastruktur. Erstmals steht den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ein moderner, flexibel nutzbarer Zugang zu Postdienstleistungen zur Verfügung – und zwar an sieben Tagen in der Woche ohne zeitliche Einschränkung. Über einen Touchscreen lassen sich Brief- und Paketmarken bargeldlos erwerben, Pakete und Päckchen aufgeben sowie Retouren einliefern. Wer bei einem Zustellversuch nicht zu Hause war, kann die Sendung künftig bequem an der Station abholen. Ergänzt wird das Angebot durch einen integrierten Briefkasten und eine Videochat-Funktion, über die der Kundenservice direkt erreichbar ist.

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Bürgermeister Rippel zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem neuen Angebot. „Die Poststation ist eine Bereicherung für Homburg und ein wichtiger Baustein für eine moderne und bürgerfreundliche Versorgung. Besonders freut mich, dass wir hier in Sanddorf einen gut erreichbaren und barrierearmen Standort realisieren konnten – mit guter Anbindung, zwei Bushaltestellen und vorhandener Infrastruktur. Ich hoffe, dass das Angebot rege genutzt wird“, sagte er. Seinen ausdrücklichen Dank richtete er an die Deutsche Post und insbesondere an Peter Kaufmann, der den Standort ermöglicht hatte.

Foto: Julie Jager

Kaufmann selbst verwies auf eine besondere historische Verbindung. „Die Post war hier bereits bis in die 1950er Jahre im Ort verankert. Mit der neuen Station schließt sich gewissermaßen ein Kreis“, erklärte er. Dass nach Jahrzehnten ohne eigene Postpräsenz nun wieder postalische Dienste direkt im Stadtteil verfügbar sind, dürfte bei vielen Anwohnern auf Zustimmung stoßen. Auch Peter Mayer ordnete die Anlage in einen größeren Zusammenhang ein: „Automationslösungen erleichtern uns bereits an vielen Stellen den Alltag – seien es Geldautomaten, Ticketautomaten oder DHL-Packstationen. Die Poststation ergänzt dieses Angebot sinnvoll.“

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Dass die Technik nicht nur in der Theorie funktioniert, bewies die Runde gleich bei der Einweihung auf ganz praktische Weise. Gemeinsam bereiteten die Beteiligten das allererste Paket vor, adressierten es und schickten es direkt über die neue Station auf den Weg. Mayer führte dabei Schritt für Schritt vor, wie Sendungen an der Anlage frankiert und aufgegeben werden. Der Empfänger war bewusst gewählt: Das Paket ging an den im Ort ansässigen Katholischen Kindergarten Maria-Hilf. Darin befanden sich ein Insektenhotel, zahlreiche Buntstifte und weitere kleine Überraschungen für die Kinder – zusammen mit einem persönlichen Gruß von Bürgermeister Rippel, Peter Mayer und Hans-Jürgen Bernd.

Foto: Julie Jager

Mit dieser Geste setzte die Premiere ein Zeichen, das über den reinen Techniktest hinausging. Die erste Sendung der neuen Poststation verband den praktischen Nutzen der Anlage mit einer Aufmerksamkeit für die Jüngsten im Stadtteil. Ob sich die Hoffnung auf eine rege Nutzung erfüllt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Voraussetzungen dafür sind mit der zentralen Lage, der barrierefreien Zugänglichkeit und dem durchgehenden Betrieb jedenfalls geschaffen.

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