Die Arbeitsgemeinschaft „Sicherheit und Ordnung“ des Ortsrates Mitte trifft sich mit Ortsvorsteherin Irene Kaiser, Betriebshofleiter Christoph Anstadt und Alex Beck vom Gebäudemanagement zu einer abendlichen Ortsbegehung am Rendezvous-Platz.

Rund 15.000 Euro nimmt die Stadt St. Ingbert in die Hand, um den Busrendezvous-Platz im Zentrum gründlich aufzufrischen. In den kommenden Osterferien soll der zentrale ÖPNV-Knotenpunkt für drei Tage komplett gesperrt werden – für die nach Angaben der Stadtverwaltung größte Reinigungsaktion seit dem Umbau des Busbahnhofs zum Rendezvous-Platz im Jahr 2003. Hinzu kommt der vollständige Austausch sämtlicher Leuchtmittel unter den Dachflächen. Das Maßnahmenpaket geht auf eine Initiative des Ortsrates St. Ingbert-Mitte zurück, der den Zustand des Platzes in den vergangenen Wochen wiederholt kritisiert hatte.

Großflächige Graffiti, Filzstift-Tags und eine mangelhafte Beleuchtung hatten den Platz zunehmend in ein schlechtes Licht gerückt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Bei einem Ortstermin der Arbeitsgemeinschaft „Sicherheit und Ordnung“ verschafften sich Mitglieder des Gremiums gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung nun ein aktuelles Bild der Lage. Ortsvorsteherin Irene Kaiser machte dabei deutlich, welchen Stellenwert der Platz für sie hat: „Der Rendezvous-Platz ist das Eingangstor für viele Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste unserer Stadt. Umso wichtiger ist es, dass er sich sauber, sicher und gut beleuchtet präsentiert.“

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Alex Beck, Abteilungsleiter Gebäude bei der Stadtverwaltung, erläuterte die geplante Grundreinigung im Detail. Während der dreitägigen Sperrung sollen sämtliche großflächigen Schmierereien an Wänden und Dachflächen mit Spezialreinigern entfernt werden. „In diesem Umfang ist es die größte Reinigungsmaßnahme seit dem Umbau des Busbahnhofes zum Rendezvous-Platz im Jahr 2003″, sagte Beck. Damit wolle die Stadt ein klares Signal für mehr Ordnung und Pflege setzen. Über den genauen Zeitpunkt der Sperrung soll die Öffentlichkeit in den kommenden Wochen noch gesondert informiert werden.

Dass es mit einer einmaligen Putzaktion nicht getan sein wird, weiß auch Christoph Anstadt, Leiter des Geschäftsbereichs Städtischer Betriebshof. Er kündigte regelmäßige Kontrollen nach der Grundreinigung an und stellte klar: „Wir wissen, dass solche Verschmutzungen das Sicherheitsgefühl beeinträchtigen. Deshalb werden wir nach der Grundreinigung im Rahmen unserer Möglichkeiten regelmäßig kontrollieren und neu auftretende Schmierereien mit den vorhandenen Mitteln zeitnah beseitigen.“ Es gehe darum, gar nicht erst den Eindruck entstehen zu lassen, dass sich niemand um den Platz kümmere.

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Neben der Sauberkeit rückt auch die Beleuchtung in den Fokus. Die vorhandenen Designer-Leuchten über den Dachflächen sollen nach der Reinigung der Glasdächer wieder deutlich mehr Licht durchlassen. Ergänzend dazu werden alle Leuchtmittel unter den Dachflächen komplett erneuert. „Eine gute Ausleuchtung ist ein entscheidender Faktor für das Sicherheitsempfinden. Mit dem Austausch sämtlicher Leuchtmittel und der Optimierung der Lichtdurchlässigkeit werden wir hier eine spürbare Verbesserung erreichen“, betonte Kaiser.

Einen ungewöhnlichen Vorschlag brachte der stellvertretende Ortsvorsteher Fabian Roschy in die Diskussion ein. Er regte an, insbesondere das Toilettenhaus am Platz künftig gezielt künstlerisch gestalten zu lassen. „Wir sollten prüfen, ob wir durch eine gezielte künstlerische Gestaltung einen Mehrwert schaffen können. Qualitativ hochwertiges Graffiti kann ein Ort der Identifikation sein und dazu beitragen, dass wahllose Schmierereien weniger werden“, sagte Roschy. Die Idee wurde von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft aufgegriffen und soll weiter geprüft werden.

Ortsvorsteherin Kaiser zog am Ende des Termins ein positives Fazit und hob die parteiübergreifende Zusammenarbeit im Ortsrat hervor. Sauberkeit, Sicherheit und eine ansprechende Gestaltung des Rendezvous-Platzes seien wichtige Bausteine für eine bessere Aufenthaltsqualität und einen attraktiveren öffentlichen Nahverkehr. Der Ortsrat werde die Entwicklung weiterhin eng begleiten.