In Walpershofen ist der Startschuss für ein großes Projekt gefallen: Mit dem ersten Spatenstich beginnt der Ersatzneubau der Evangelischen Kindertageseinrichtung in dem Riegelsberger Ortsteil. Das Vorhaben gilt als wichtiger Baustein für die frühkindliche Bildung und Betreuung in der Gemeinde – und wird vom Land mit rund 2 Millionen Euro unterstützt.
Bildungs- und Kulturstaatssekretärin Jessica Heide betonte beim Auftakt die Bedeutung der Einrichtung für den Alltag vor Ort. „Für Familien vor Ort ist eine gute Kindertageseinrichtung weit mehr als ein Betreuungsangebot – sie ist ein zentraler Ort des Ankommens, des Lernens und der Gemeinschaft. Mit dem Neubau der Evangelischen Kita Walpershofen schaffen wir einen Raum, in dem alle Kinder – unabhängig von ihrer Herkunft – die gleichen Chancen erhalten“, sagte Heide. Alltagsintegrierte Sprachförderung, Mitbestimmung und ein liebevolles, anregendes Umfeld legten hier die Grundlage dafür, „dass Kinder selbstbewusst ihren Weg gehen können“. Die Förderung von rund 2 Millionen Euro sei „ein klares Bekenntnis zu starken Familien und zu guter frühkindlicher Bildung“.
Mit dem Neubau entstehen moderne, kindgerechte Räume, die auf aktuelle pädagogische Anforderungen zugeschnitten sind. Gleichzeitig wird das Platzangebot deutlich erweitert: Künftig sollen 16 Plätze für Kinder unter 3 Jahren zur Verfügung stehen, hinzu kommen 88 Plätze im Bereich über 3 Jahre. Dazu gehört ein spürbar ausgebautes Ganztagsangebot. Die Verantwortlichen verbinden damit die Erwartung, die Familienfreundlichkeit in Riegelsberg zu stärken und die Entwicklung der Gemeinde positiv zu beeinflussen.
Inhaltlich setzt die Evangelische Kita Walpershofen auf ein zukunftsorientiertes Profil. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Partizipation, Religionspädagogik und projektorientiertes Arbeiten sollen den Alltag der Kinder prägen. Die Architektur des Neubaus ist auf diese Schwerpunkte abgestimmt. Geplant ist ein dreigeschossiges Gebäude, das sich an die örtliche Topografie anpasst und auf allen Ebenen ebenerdige Zugänge ermöglicht. Bestehende Räume des Gemeindezentrums werden einbezogen, insbesondere für Bewegungsangebote, um zusätzliche pädagogische Möglichkeiten zu schaffen.
Finanziell handelt es sich um ein Großprojekt: Laut Förderantrag belaufen sich die Gesamtkosten der Baumaßnahme auf rund 6,97 Millionen Euro. Das Land übernimmt davon 2.020.100 Euro. Der Regionalverband beteiligt sich mit 1.515.031 Euro, die Gemeinde Riegelsberg steuert 3.301.241 Euro bei. Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger unterstrich die gemeinsame Verantwortung: „Der Neubau der Evangelischen Kita Walpershofen ist ein starkes Signal für Familien in Riegelsberg. Nach einer Übergangszeit schaffen wir hier endlich wieder verlässliche, moderne Bedingungen für Kinder und Fachkräfte. Als Regionalverband beteiligen wir uns mit rund 1,5 Millionen Euro an den Investitionskosten. Das zeigt: Gute frühkindliche Bildung ist eine echte Gemeinschaftsaufgabe.“
Auch aus dem Riegelsberger Rathaus kommt deutliche Unterstützung. Bürgermeister Klaus Häusle verwies auf den hohen Eigenanteil der Kommune: „Die Gemeinde Riegelsberg bezuschusst diesen Ersatzbau mit ca. 3,3 Millionen Euro aus dem Gemeindehaushalt. Damit helfen wir der evangelischen Kirchengemeinde nicht nur, moderne und kindgerechte Räume zu schaffen, sondern auch ein Umfeld, das pädagogische Arbeit auf höchstem Niveau ermöglicht.“ Die Investition sei „ein klares Zeichen für die Zukunft unserer Kinder und Familien in Riegelsberg“. Besonders hob Häusle hervor, dass der Betreuungsschlüssel im Vergleich zur bisherigen Situation verbessert werde: um 6 Plätze im Krippenbereich und um 12 Plätze im Regelbereich.
Mit dem Neubau entsteht nach Angaben der Beteiligten ein moderner Ort der Bildung, der Geborgenheit und der Gemeinschaft. Die neue Kita soll ein Fundament für Kinder und Familien in Walpershofen und der gesamten Gemeinde Riegelsberg bilden. Die Inbetriebnahme der neuen Plätze ist derzeit für April 2027 vorgesehen.




















