Symbolbild

Das saarländische Wirtschaftsministerium wird am Donnerstag den Entwurf der Wasserstoffstrategie bis 2030 vorstellen.  Sie ist der Wegweiser für das Saarland hin zum Wasserstoffland und wurde gemeinsam mit drei Fachbüros erarbeitet. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger äußert sich zuversichtlich.

Die Strategie definiert kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen für das Saarland und soll mit Experten aus Wissenschaft, Industrie, Gesellschaft und Politik diskutiert werden. „Das Saarland ist bereits Wasserstoff-Modellregion und wir machen uns auf den Weg zum Wasserstoffland in Industrie und Verkehr“, so Wirtschaftsministerin Rehlinger. Das Potenzial sei heute allgemein anerkannt und vieles auf gutem Wege. 2017 habe man erste Projekte im Saarland angestoßen, etwa am IZES (Institut für Zukunftsenergie und Stoffstromsysteme).

Mittlerweile sei das Thema durch die Koksgaseindüsung bei der Dillinger Hütte, die erste H2-Tankstelle in Gersweiler und die EU-weit erste H2-Fahrschule deutlich sichtbarer geworden. Auch die saarländische Automobilindustrie beschäftige sich intensiv mit der Brennstoffzelle, was Potenziale für künftige Beschäftigung biete, so die Wirtschaftsministerin. „Wasserstoff ist Zukunftsmusik mit saarländischer Melodie und das Orchester steht auch bereits“, findet Rehlinger.

Entscheidende Fortschritte habe jüngst der Einsatz von Wasserstoff in der Stahlindustrie gemacht, so Rehlinger. Bund und Land werden im Rahmen von IPCEI die Investitionen zur CO2-Reduktion fördern. „Das Bundeswirtschaftsministerium strebt zudem inzwischen an, Betriebskostenzuschüsse ebenfalls im IPCEI hinzubekommen“, so Rehlinger. Auch für die Förderung neuer Elektroöfen zur Direktreduktion – der Weg zur Klimaneutralität der Stahlindustrie – gebe es Projektskizzen der Stahlindustrie und sehr positive Signale des Bundesumweltministeriums. „Hier können gegebenenfalls 200 Millionen Euro plus X oben drauf kommen für die saarländische Stahlindustrie.“

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