Das Theater Poetenpack spielt: Biedermann und die Brandstifter - Foto: Ewe Rafeldt

Endlich, in Homburg wird bald die Theatersaison in Homburg eröffnet. „Biedermann und die Brandstifter“ steht zu Anfang auf dem Programm und ist neben „Andorra“ das meistgespielte Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Ein „Lehrstück ohne Leere“ hat er es selbst genannt.

Es schildert, wie der Bürger Gottlieb Biedermann Brandstifter in sein Haus einlädt, um von ihnen verschont zu werden. Seine Blindheit, sein bewusstes Wegsehen gegenüber der sich zusammenbrauenden Gefahr hat schwerwiegende Folgen. Wurden zur Entstehungszeit in den 1950er Jahren die Machtergreifung Hitlers oder der 1948 vollzogene Umsturz in der Tschechoslowakischen Republik, aus dem die ČSR als kommunistische Volksrepublik hervorging, in das Stück hineininterpretiert, so hat es doch bis heute nichts an Aktualität verloren, wenn man an den derzeit international erstarkenden Nationalismus und die unverhohlen fremdenfeindlich und populistisch agierende Rhetorik rechter Kräfte denkt.

Zum Inhalt: Brandstiftungen häufen sich im Ort. Der Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann liest davon in der Zeitung und echauffiert sich über die Täter. Die Vorgehensweise der Brandstifter ähnelt sich stets: Getarnt als harmlose Hausierer schleichen sie sich in die Dachböden der Häuser, um diese von dort aus anzuzünden. Prompt klingelt es an der Haustür und ein Herr Schmitz bittet um Einlass und Obdach, er appelliert an Biedermanns Menschlichkeit. Biedermann lässt Schmitz auf dem Dachboden nächtigen. Am nächsten Tag steht der zweite Hausierer vor der Tür. Biedermann lässt auch diesen bei sich wohnen. Trotz eigener Zweifel, als schließlich sogar Benzinfässer auf den Boden gebracht werden, ist Biedermann unfähig, den Besuch abzuschütteln. Er lädt sie zum Abendessen ein und steckt ihnen sogar als Zeichen seines Vertrauens Streichhölzer zu. In der Nacht geht Biedermanns Haus in Flammen auf.

Die in Homburg aufgeführte Inszenierung stammt vom Theater Poetenpack Potsdam. Dabei handelt es sich um ein freies professionelles Theater, das für seine vielfältigen Eigenproduktionen über ein Ensemble ausgewählter freischaffender Künstler verfügt. Besondere Wertschätzung erhält das Theater für seine exzellente Sprachkultur. Seit 2006 gastiert es kontinuierlich im gesamten deutschsprachigen Raum. In der Inszenierung in Potsdam stehen neben den professionellen Protagonisten Jugendliche mit verschiedenen kulturellen Hintergründen auf der Bühne.

Termin: 02. September, 19:00 Uhr

Karten für diese und weitere Veranstaltungen erhält man in der Tourist-Info Homburg, über www.ticket-regional.de, sowie bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen. Bitte im Vorfeld über die jeweils gültigen Corona-Bestimmungen informieren. Derzeit heißt es abseits des Sitzplatzes Maske tragen, Abstand halten und getestet, geimpft oder genesen sein – Nachweis bitte mitbringen.Das Team der Tourist-Info Homburg ist mit weiteren Ideen für Unternehmungslustige gerne von Montag bis Freitag von 9 bis 16.30 Uhr sowie Samstag von 9 bis 13 Uhr in der Talstraße 57a da.

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