Das Römermuseum in Homburg-Schwarzenacker.

Beim nächsten Termin der Vortragsreihe „K&K. Kunstgeschichte trifft Kammerzofe“ im Römermuseum Homburg-Schwarzenacker, geht es um standesgemäße Repräsentation und Statussymbole im Barock.

Kunsthistorikerin Dr. Jutta Schwan und Kammerzofe Henrietta (Monika Link) geben Einblicke über die Kostbarkeiten und höfische Gepflogenheiten und wissen aus erster Hand zu berichten.

Edle Pferde und Jagdhunde, Porzellan und Kaffee – Statussymbole der Epoche waren für das gesellschaftliche Selbstverständnis der haute volée unerlässlich. Und von Statussymbolen gab es wahrhaft reichlich im Karlsberger Schloss, den Stallungen und in der Silberkammer. „Dr. Jutta Schwan und Monika Link haben alte Schriften gewälzt und wurden fündig, so dass sich mannigfaltige Einblicke hinsichtlich des savoir vivre im 18. Jahrhundert eröffnen“, kommentiert Philipp Scheidweiler, Geschäftsführer der Stiftung Römermuseum, die 7-teilige Vortragsreihe zum Thema Barock für die Saison 2022.

„Dem Jagen, üppigen Tafelfreuden in luxuriösem Pomp sowie dem Kunstgenuss durch Musenkuss – all dem frönten die Landesherren des 18. Jahrhunderts gleichermaßen“, so Dr. Jutta Schwan. Mehr Sein, als Schein also? „Im Gegenteil. In völliger finanzieller Selbstüberschätzung zahlten viele einen hohen Preis für die so geartete Selbstdarstellung. Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ruin in sozialer Isolation waren die Folgen“, führen die Referentinnen Dr. Jutta Schwan und Monika Link weiter aus. Im Zusammenspiel legen sie die Verhältnisse jener Zeit dar und enthüllen im Anschluss an die Präsentation die Vitrine des Monats. Das „Schaufenster Barock“ enthält wie jeden Monat ein besonderes Exponat, das auch im Juni unter dem Motto „Nippons Erbe“ wieder eine spannende Geschichte erzählt.

Die Veranstaltung findet im Mannlichsalon des Edelhauses statt, die Teilnahmegebühr beträgt 16 Euro. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.roemermuseum-schwarzenacker.de oder telefonisch unter 06848/730777.

Termin: Donnerstag, 2. Juni 2022, 19:00 Uhr

Hintergrund: Jubiläumsjahr 2022

Anno domini 1722. Seine Winzigkeit Christian IV. Herzog von Pfalz-Zweibrücken erblickt das Licht der Welt. Im Laufe seines 53 Lenze zählenden Lebens mausert er sich zu einem allseits beliebten Regenten. Der Kunst und den Wissenschaften gegenüber zeigt er sich aufgeschlossen, lenkt die Geschicke des Herzogtums mit Umsicht. Diese positiven Charakterzüge spiegeln sich noch heute auf dem in Öl gebannten Antlitz seines Porträts wider – erschaffen von Johann Christian von Mannlich, durch ihn in den Wirren der Revolution gerettet und heute in der Gemäldegalerie des Edelhauses in Schwarzenacker zu bewundern. 200 Jahre ist es her, dass dieser begnadete Künstler den Pinsel beiseitelegte und die Augen für immer schloss.

Beide Jubiläen bieten Anlass genug, diesen denkwürdigen Persönlichkeiten des Barock in unserer Region ein Potpourri von Veranstaltungen mit breitgefächerter Themenauswahl im Römermuseum Homburg-Schwarzenacker zu widmen.

Die Kunsthistorikerin Dr. Jutta Schwan vom Kulturmanagement des Saarpfalzkreises und die Kammerzofe Henrietta (Monika Link) präsentieren exklusiv im Römermuseum spannende Vorträge und fesselnde Führungen im Rahmen der Reihe „K&K. Kunstgeschichte trifft Kammerzofe“. Die Vitrine des Monats „Schaufenster Barock“ setzt in Form ausgewählter Exponate gekonnt ein Ausrufezeichen hinter die Präsentationen.

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