Anzeige

Wenn das Jahr sich dem Ende neigt, richtet das Universitätsklinikum des Saarlandes den Blick noch einmal gezielt auf Menschen, die mit einer Krebsdiagnose leben müssen. Am Donnerstag, 11. Dezember, lädt das Universitätsmedizinische Zentrum für Tumorerkrankungen des Saarlandes (UTS) von 18 bis 19 Uhr zu einem Informationsabend ein, der sich der Palliativmedizin und weiteren Unterstützungsangeboten widmet. Die Veranstaltung findet im Seminarraum 1 des Zentralen Hörsaalgebäudes (Geb. 35) in Homburg statt und bildet den Abschluss der diesjährigen Info-Reihe des Tumorzentrums.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Hilfen es jenseits der eigentlichen Krebsbehandlung gibt. Denn eine moderne onkologische Versorgung umfasst längst mehr als Operation, Chemo- oder Strahlentherapie. Am UKS greifen hausinterne Fachbereiche und Kooperationspartner ineinander, um Betroffene in medizinischer, psychologischer und sozialer Hinsicht zu begleiten. Beim Infoabend stellen sich die Palliativmedizin, die Psychoonkologie und der Klinische Sozialdienst des Universitätsklinikums vor, außerdem sind der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Saarpfalz der Caritas sowie die Saarländische Krebsgesellschaft e.V. eingebunden.

Anzeige

Der erste Vortrag des Abends ist der Situation von Menschen mit nicht heilbaren Erkrankungen gewidmet. Psychoonkologie und Palliativmedizin treten hier gemeinsam auf. Die Fachärztin und zertifizierte Psychoonkologin Vera Sommer erläutert, welche psychologischen Unterstützungsangebote Krebserkrankten offenstehen. Das Spektrum reicht von Hilfe in akuten Krisen und bei Ängsten über Beratung bei krankheitsbedingten Belastungen bis hin zur Vermittlung weiterführender psychologischer Angebote. Im Anschluss stellt Prof. Dr. Sven Gottschling, Chefarzt des Zentrums für altersübergreifende Palliativmedizin, die palliativmedizinische Versorgung am UKS vor. Er geht sowohl auf stationäre als auch auf ambulante Strukturen ein und informiert zudem über das geplante „Hospiz Schmetterling“ auf dem Gelände des UKS in Homburg.

Im zweiten Fachvortrag rückt die soziale Dimension der Erkrankung in den Fokus. Jonas Strichertz, Leiter des Klinischen Sozialdienstes, zeigt auf, wie onkologische Patientinnen und Patienten am UKS sozialpädagogisch unterstützt werden können. Der Sozialdienst hilft etwa dabei, eine lückenlose Anschlussversorgung nach einem stationären Aufenthalt zu organisieren – von der Vermittlung in Rehabilitationsmaßnahmen über Kontakte zu Pflegeeinrichtungen bis hin zu Beratung und Begleitung in sozialrechtlichen Fragen.

Anzeige

Als externer Partner beteiligt sich der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Saarpfalz der Caritas mit einem eigenen Beitrag. Gabriele John-Neumann stellt die ambulanten Angebote vor und erläutert, wie der Dienst krebskranke Menschen in ihrem häuslichen Umfeld begleitet. Ergänzend ist die Saarländische Krebsgesellschaft e.V. beim Infoabend vertreten. Melanie Kratz von der Homburger Beratungsstelle informiert an einem Stand im Foyer des Hörsaalgebäudes über Beratungsangebote, Kurse und Veranstaltungen für Krebserkrankte und Angehörige.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und sowohl vor Ort als auch online möglich. Während des Abends soll nicht nur informiert, sondern auch ins Gespräch gekommen werden. Geplant sind zahlreiche Möglichkeiten, Fragen zu stellen und direkt mit den Expertinnen und Experten in den Austausch zu gehen. Damit setzt das UTS seine Linie fort, bei den Informationsabenden auf Dialog zu setzen und Betroffenen wie Angehörigen Raum für persönliche Anliegen zu geben.

Die Veranstaltungsreihe des UTS ist grundsätzlich als Hybrid-Format angelegt, um möglichst vielen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen. Wer nicht nach Homburg kommen kann oder möchte, kann sich von zu Hause oder unterwegs zuschalten. Für die Online-Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an uts@uks.eu notwendig, der Einwahl-Link wird im Anschluss zugesandt. Die Reihe richtet sich an Erkrankte, Angehörige und allgemein Interessierte. Neben Unterstützungsangeboten stehen im Jahresverlauf auch Themen wie Prävention, Vorsorgeuntersuchungen, Früherkennung, moderne Therapien und verschiedene Krebsarten im Fokus – häufig in enger Zusammenarbeit mit regionalen Selbsthilfegruppen.

Allgemeine Informationen zum Universitätsmedizinischen Zentrum für Tumorerkrankungen sowie zur Veranstaltungsreihe sind über das Universitätsklinikum des Saarlandes abrufbar. Das UTS ist am Standort Kirrberger Straße 100, Gebäude 24, in 66421 Homburg angesiedelt und unter Telefon 0 68 41 / 16 – 2 74 33 sowie per E-Mail an uts@uks.eu erreichbar. Die Informationsreihe wird im kommenden Jahr fortgeführt und soll weiterhin einen niedrigschwelligen Zugang zu Wissen und Unterstützung rund um das Thema Krebs bieten.

Anzeige