Foto: Julie Jager
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Wer derzeit im Homburger Rathaus heiratet, tut das in einem Raum, der nach einer umfassenden Verwandlung ganz auf den großen Moment zugeschnitten ist. Das Trauzimmer wurde in den vergangenen Monaten grundlegend renoviert und präsentiert sich nun hell, modern und einladend. Im April vergangenen Jahres fand hier die erste Trauung nach dem Umbau statt – ein besonderes Ereignis nicht nur für das Brautpaar, sondern auch für Standesamtsleiter Michael Köhl und sein Team.

Bei der Neugestaltung stand nach Angaben des Standesamts ein Gedanke im Vordergrund: Alle Anwesenden sollen den Moment der Eheschließung unmittelbar miterleben können. „Uns war bei der Neugestaltung des Trauzimmers wichtig, dass das Brautpaar im Mittelpunkt steht – aber gleichzeitig auch alle Gäste Teil dieses besonderen Augenblicks sind“, erklärt Köhl. Deshalb sind die Stuhlreihen in einem Halbkreis angeordnet, der Trautisch ist entsprechend geformt. So können, wie Köhl beschreibt, selbst in der letzten Reihe alle Worte klar und ohne Einschränkung gehört werden.

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Das Platzangebot wurde ebenfalls erweitert. Neben dem Brautpaar und den Trauzeugen finden im sanierten Trauzimmer nun bis zu 46 weitere Gäste Raum. Damit bietet der Saal mehr Sitzplätze als zuvor und zugleich eine spürbar verbesserte Akustik und Sicht für alle Anwesenden. Der Anspruch, sowohl funktional als auch atmosphärisch zu überzeugen, prägte die gesamte Planung.

Gestalterisch setzt das neue Trauzimmer auf warme, elegante Töne und hochwertige Möblierung. Naturfarben dominieren den Raum, ergänzt durch ein modernes Lichtkonzept. Ein besonderes Detail ist das Lichtobjekt über dem Trautisch, das in Form ineinander verschlungener Eheringe gestaltet ist und den Anlass dezent aufgreift. „Das Trauzimmer ist jetzt genau so, wie wir es uns immer gewünscht haben: repräsentativ, aber nicht protzig – festlich, aber trotzdem intim“, so Köhl. Der Raum biete damit auch für Hochzeitsfotos einen stilvollen Hintergrund.

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Moderne, einladende Gestaltung des Trauzimmers im Rathaus
Foto: Julie Jager

Wer eine standesamtliche Trauung in Homburg plant, ist jedoch nicht auf das Rathaus beschränkt. Die Stadt hält mehrere alternative Orte bereit, die jeweils eine eigene Atmosphäre mitbringen. Für Paare, die es romantisch und historisch mögen, steht etwa das Edelhaus des Römermuseums in Schwarzenacker zur Verfügung. Dort gibt es bis zu 45 Sitzplätze, die Termine müssen allerdings mit dem laufenden Museumsbetrieb abgestimmt werden.

Auch das Gut Königsbruch gehört zum Angebot der Homburger Hochzeitslocations. Mit der Noah-Kapelle, die Platz für etwa 15 bis 20 Personen bietet, und der größeren Eventscheune stehen dort zwei sehr unterschiedliche Rahmen für standesamtliche Trauungen bereit. Die idyllisch gelegene Hubertuskapelle in Jägersburg zählt grundsätzlich ebenfalls zu den städtischen Hochzeitsorten, ist aufgrund laufender Bauarbeiten derzeit jedoch nicht nutzbar.

Trotz dieser Auswahl sieht das Standesamt das Rathaus weiter als zentrale Adresse für Eheschließungen. „In Homburg haben wir für jedes Paar den passenden Ort – ob klassisch, romantisch oder historisch“, sagt Köhl. „Aber das neue Trauzimmer im Rathaus ist und bleibt das Herzstück unserer standesamtlichen Trauungen.“