v.r.n.l.: MdL Martina Holzner, MdL Frank Wagner, Adrian Schmitz, Minister Magnus Jung, Bürgermeister Daniel Kiefer Foto: MASFG/Gentry
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Eine hohe staatliche Auszeichnung für einen Mann, der aus einem persönlichen Schicksalsschlag eine Lebensaufgabe gemacht hat: Adrian Schmitz aus Merzig ist am Montagnachmittag mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden. Überreicht wurde der Orden von Sozialminister Magnus Jung, der damit das jahrzehntelange ehrenamtliche Wirken des Merzigers für Inklusion, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt würdigte.

Der Weg, der Schmitz in den Mittelpunkt dieser Feierstunde führte, begann mit einer einschneidenden Zäsur. 1991 verlor er bei einem Verkehrsunfall sein Augenlicht. Doch statt sich zurückzuziehen, entschied er sich für das Gegenteil: zuzupacken, mitzudenken, anderen beizustehen. Es ist diese biografische Wendung, die der Minister bei der Verleihung in den Vordergrund rückte.

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„Adrian Schmitz hat aus seinem schweren persönlichen Schicksal heraus die Kraft gefunden, anderen Menschen Hoffnung und Unterstützung zu geben“, erklärte Jung. „Dieses außergewöhnliche Engagement verdient unseren höchsten Respekt.“ Worte, die das Wesen des Geehrten treffen, denn aus der eigenen Erfahrung mit Einschränkungen wurde bei Schmitz früh ein Antrieb, sich für jene einzusetzen, die ähnliche oder noch schwierigere Wege gehen müssen.

2012 bündelte er dieses Engagement in einer eigenen Struktur. Gemeinsam mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern rief er den Verein Herzensengel e. V. ins Leben, dem er seither vorsteht. Der Verein hat sich im Saarland einen Namen gemacht, weil er bewusst auf kurze Wege setzt: schnell, unbürokratisch und nah am Menschen. Familien in Notlagen, Menschen mit Behinderungen und andere Hilfesuchende erhalten dort konkrete Unterstützung, oft genau dann, wenn andere Strukturen an ihre Grenzen stoßen.

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Für Minister Jung steht Schmitz damit beispielhaft für eine Haltung, die er als tragende Säule der Gesellschaft beschreibt. „Adrian Schmitz zeigt seit vielen Jahren, dass Hilfe dort beginnt, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen“, sagte er. Sein Lebensweg, so der Minister weiter, mache Mut und stehe beispielhaft für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land.

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Die Anteilnahme an der Auszeichnung reichte über das Ministerium hinaus. Zur Verleihung kamen unter anderem die Landtagsabgeordneten Martina Holzner und Frank Wagner sowie der Merziger Bürgermeister Daniel Kiefer, die dem Geehrten persönlich gratulierten. Für Merzig ist die Ehrung mehr als ein protokollarischer Akt: Sie rückt einen Bürger ins Licht, dessen Wirken in der Stadt und weit darüber hinaus seit Jahren spürbar ist – leise, beständig und mit dem Blick für jene, die sonst leicht übersehen werden.

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