Evaldo Almeida beim Torabschluss für den TV Homburg, der knapp den dritten Saisonsieg gegen den TV Kirchzell verpasste. Foto: Hagen
Anzeige

Der TV Homburg hat seinen dritten Saisonsieg in der Dritten Bundesliga Südwest um zwei Sekunden verpasst. Im Heimspiel gegen den Tabellenneunten TV Kirchzell hieß es nach 60 Minuten 29:29, nachdem Jannik Wolf mit dem letzten Wurf noch den Ausgleich für die Gäste erzielte. Immerhin konnte der TV Homburg mit dem Punktgewinn die Rote Laterne an die TSG Haßloch abgeben. Zum möglichen Relegationsplatz 14 fehlen acht Spieltage vor Saisonende jedoch weiterhin fünf Punkte.

Trainer Pedro Vieira lobte seine Mannschaft für Kampf und Einsatz. „Sie hat hervorragend gespielt und diesmal über 60 Minuten mitgehalten. Leider wurden wir nicht für die Leistung mit einem verdienten Sieg belohnt.“ Er sei sehr zufrieden mit seinem Team gewesen. Vor knapp 130 Zuschauern zeigte der TV Homburg von Beginn an, dass er trotz der schwierigen Tabellensituation weiter alles investieren will. Ante Grbavac, mit elf Treffern bester Torschütze der Gastgeber, erzielte nach sechs Minuten das 5:2. Fünf Minuten später lag Kirchzell durch einen Siebenmeter von Levgen Zhuk erstmals mit 7:6 in Führung.

Anzeige

Der TV Homburg antwortete mit einer starken Phase und führte nach 19 Minuten durch Jan Ole Schimmel mit 13:9 erstmals mit vier Toren. Zhuk glich nach 24 Minuten per Siebenmeter zum 16:16 aus, zur Halbzeit lag Kirchzell knapp mit 18:17 vorne. Für Diskussionen sorgte die Verteilung der Siebenmeter. Kirchzell erhielt elf Strafwürfe, von denen Zhuk zehn verwandelte, Homburg bekam drei zugesprochen. „Sie waren nicht gerade auf unserer Seite“, sagte Rückraumspieler Jan Philipp Valda. Vieira wollte die Leistung der Schiedsrichter nicht weiter kommentieren: „Am besten sagt man dazu gar nichts.“

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng. Nachdem Zhuk die Gäste per Siebenmeter mit 20:18 in Führung gebracht hatte, drehte der TV Homburg mit einem 3:0-Lauf das Spiel. Grbavac traf zum 21:20. Robin von Lauppert erzielte in der 54. Minute das 27:25, Homburg lag meist mit einem Treffer vorne. Grbavac brachte seine Mannschaft mit 29:28 in Führung, doch noch waren fast zwei Minuten zu spielen. Im Tor überzeugte in der zweiten Halbzeit Robin Näckel mit mehreren Paraden.

38 Sekunden vor Schluss hatte der TV Homburg den Ball, konnte die Zeit jedoch nicht herunterspielen. „Leider auch hier wieder ein Fehlpfiff. Ein angebliches Stürmerfoul, und der Ball war wieder beim TV Kirchzell“, sagte Valda. Kirchzell bekam noch einmal die Chance und nutzte sie: Wolf erzielte zwei Sekunden vor dem Ende den 29:29-Ausgleich. „Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Schade, dass wir nicht mit einem Sieg belohnt wurden“, so Valda. Vieira sprach von „einer großartigen Leistung“ und betonte, dass seine Mannschaft an diesem Abend mehr als nur einen Gegner hatte.

Am kommenden Samstag steht für den TV Homburg das nächste Auswärtsspiel an. Um 19.30 Uhr tritt man bei der HSG Hanau an und hofft dort auf den dritten Saisonsieg.

TV Homburg – TV Kirchzell 29:29 (17:18)

TV Homburg: Tor: Fabian Schommer, Robin Näckel – Feld: Ante Grabavac 11/2, Tim Altmeyer 6, Jan Ole Schimmel 4, Andreas Schneider 2, Jan Philipp Valda 2, Robin Von Lauppert 1, Leif Schäfer 1, Evaldo Almeida 1, Robin Egelhof 1, Sebastian Birster

Zeitstrafen 5:2

Siebenmeter: 3:11

Zuschauer: 130

Anzeige

Schiedsrichter: Hegebart/Fikus

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein