Wer ein Wunschkennzeichen reservieren, einen Hund anmelden oder ein Führungszeugnis beantragen möchte, muss dafür längst nicht mehr persönlich im Rathaus vorsprechen. Genau das will die Stadt St. Ingbert mit ihrer neuen Informationskampagne „MeinSt. Ingbert Digital“ stärker ins Bewusstsein ihrer Bürgerinnen und Bürger rücken. Ab sofort macht die Verwaltung mit auffälligen Motiven auf ihre wachsende Palette digitaler Dienste aufmerksam.
Den Auftakt bilden Bauzaunbanner im Stadtgebiet, in den kommenden Wochen sollen Plakate, digitale Anzeigen sowie Flyer im Bürgerservicecenter, in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen folgen. Wer tiefer einsteigen möchte, findet weiterführende Hinweise auf der städtischen Website. Im Mittelpunkt steht stets dieselbe Botschaft: Viele Behördengänge sind heute mit wenigen Klicks erledigt – ohne Wartezeit, ohne Termin, ohne Anfahrt.
Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer betont, dass die digitale Schiene den persönlichen Kontakt nicht verdrängen soll. „Unser Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, wie viele Wege ins Rathaus heute bereits digital möglich sind. Wer ein Anliegen online erledigen kann, spart Zeit und ist nicht an Öffnungszeiten gebunden“, sagt Meyer. „Gleichzeitig bleibt die persönliche Beratung im Rathaus, am Telefon oder vor Ort selbstverständlich weiterhin bestehen. Digitalisierung ist ein zusätzliches Angebot – kein Ersatz für den direkten Kontakt.“
Herzstück der Initiative ist das Serviceportal der Stadt. Dort sind Anträge, Anmeldungen und Auskünfte gebündelt, viele davon lassen sich vollständig online abwickeln – von der Reservierung des Wunschkennzeichens über die Anforderung von Urkunden bis zur Hundeanmeldung. Gerade Berufstätige und Familien, die sich nach den Öffnungszeiten des Bürgerservicecenters richten müssen, sollen davon profitieren.
Für Sven Oberinger, Chief Information Officer der Stadtverwaltung, geht es bei der Kampagne nicht nur um Reichweite, sondern auch um den Abbau von Berührungsängsten. „Mit ‚MeinSt. Ingbert Digital‘ möchten wir die Online-Dienstleistungen der Stadt noch bekannter machen und Hemmschwellen abbauen. Viele Anliegen lassen sich heute bereits einfach, sicher und unabhängig von Öffnungszeiten online erledigen. Unser Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern den Einstieg so leicht wie möglich zu machen“, so Oberinger.
Bewusst setzt die Kampagne auf vertraute Gesichter: Auf den Motiven sind ausschließlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses zu sehen. So soll deutlich werden, dass hinter Formularen und Online-Masken weiterhin Menschen stehen, die Anliegen prüfen und begleiten. Die Bildsprache ist klar, eingängig und soll zum Ausprobieren einladen.
Eine konkrete Gelegenheit, die digitalen Angebote praktisch zu testen, bietet sich am bundesweiten Digitaltag am Mittwoch, 24. Juni 2026. Zwischen 8 und 14 Uhr öffnet das Rathaus seine Türen für alle, die Fragen zum Serviceportal, zu Online-Anträgen oder zu digitalen Identitäten wie der BundID haben. Ausdrücklich angesprochen sind auch jene, die bislang wenig Erfahrung mit digitaler Verwaltung haben. Wer mag, kann den Besuch mit einem Bummel über den Wochenmarkt auf dem Marktplatz verbinden – und so analoges Stadtleben und digitales Rathaus an einem Vormittag zusammenbringen.


















