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Autofahrerinnen und Autofahrer können beim Blick auf die Zapfsäule etwas durchatmen: Beide gängigen Kraftstoffsorten sind im bundesweiten Durchschnitt unter die Marke von zwei Euro je Liter gerutscht. Laut der aktuellen ADAC-Auswertung liegt Super E10 bei 1,973 Euro, Diesel bei 1,983 Euro – ein spürbarer Rückgang gegenüber der Vorwoche.

Die Zahlen im Detail: Super E10 verbilligte sich binnen einer Woche um 5,2 Cent pro Liter, beim Diesel fiel der Preis sogar um 11,2 Cent. Hinter dieser Entwicklung stehen nach Einschätzung des ADAC vor allem zwei Faktoren. Zum einen wirkt die seit dem 1. Mai geltende Energiesteuersenkung, die als sogenannter Tankrabatt rund 17 Cent je Liter ausmacht und die finanziellen Folgen des Irankriegs für Verbraucher abmildern soll. Zum anderen sind die Rohölpreise gesunken: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet derzeit gut fünf US-Dollar weniger als noch vor einer Woche, als der Preis bei rund 110 Dollar lag.

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Allerdings übt der ADAC auch Kritik. Knapp zwei Wochen nach Inkrafttreten des Tankrabatts werde die Steuersenkung zwar großteils, aber noch immer nicht vollständig an die Kundschaft weitergereicht. Zusammengenommen hätten günstigeres Rohöl und der staatliche Preisnachlass eigentlich zu noch deutlicheren Rückgängen an den Tankstellen führen müssen. Der Automobilclub bewertet das Preisniveau bereits seit Wochen als überhöht und sieht weiteres Potenzial für sinkende Preise.

Wer beim Tanken zusätzlich sparen will, dem rät der ADAC zu einem bestimmten Zeitfenster: Kurz vor 12 Uhr mittags seien die Preise im Tagesverlauf am niedrigsten. Dieser Effekt geht auf das sogenannte Österreich-Modell zurück, das in Deutschland eingeführt wurde und die täglichen Preisanpassungen der Tankstellen reguliert. Darüber hinaus lohnt sich der Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern – teils liegen die Unterschiede selbst innerhalb einer Stadt bei mehreren Cent pro Liter.

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Als Hilfsmittel für den schnellen Preisvergleich verweist der ADAC auf seine Spritpreis-App „ADAC Drive“, die rund um die Uhr aktuelle Preise von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland anzeigt. Gerade in einer Phase, in der sich die Preise täglich verändern und der Tankrabatt noch nicht vollständig bei den Verbrauchern ankommt, kann ein kurzer Blick aufs Smartphone vor dem Tankstopp bares Geld sparen. Ob die Mineralölkonzerne den Steuervorteil in den kommenden Wochen tatsächlich komplett weiterreichen, dürfte der ADAC weiter genau beobachten.

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