Rechtzeitig zum Start der Sommerferien ist in Jägersburg ein neues Ausflugsziel direkt vor der Haustür eröffnet worden – und spätestens nach dem Strandfest-Wochenende dürfte klar sein: Der erneuerte Wasserspielplatz am Floßteich wird angenommen. Oberbürgermeister Michael Forster hatte die Anlage am 2. Juli offiziell freigegeben. Schon bei der Einweihung hatten die ersten Kinder die frisch aufgebaute Wasserburg längst in Beschlag genommen.
Zur offiziellen Eröffnung kamen neben dem Verwaltungschef mehrere Mitglieder des Ortsrats, Ortsvorsteher Philip Vollmar, Karsten Mühmel als Pächter der angrenzenden Minigolfanlage sowie Dominik Rojan von der städtischen Grünflächenabteilung. Forster freute sich, dass die Freigabe noch vor den Ferien gelungen war. Gerade bei sommerlichen Temperaturen sei der Platz für Kinder und Familien, die nicht in den Urlaub fahren, ein wichtiges Angebot vor Ort.
„Mit der neuen Anlage investieren wir gezielt in die Lebensqualität von Familien und Kindern in unserer Stadt, stärken ein wichtiges Freizeitangebot im Naherholungsgebiet Jägersburg und erhöhen auch die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich“, erklärte der Oberbürgermeister. Rund 50.000 Euro flossen in die Erneuerung des Wasserspielplatzes unterhalb des Schlossweihers, direkt an der Minigolfanlage und dem Bistro Open Air. Darin enthalten waren der Abbau des alten Spielgeräts, die Betonarbeiten für das Fundament, der Kauf sowie der komplette Aufbau der neuen Wasserburg.
Forster legte Wert darauf, dass es nicht nur um ein neues Gerät geht, sondern um eine dauerhafte Aufwertung. Die frühere Anlage sei in die Jahre gekommen, der Wasserspielplatz selbst werde aber sehr gut angenommen. Mit der neuen Wasserburg sei nun wieder ein attraktives Angebot entstanden. Gerade an heißen Sommertagen biete der Platz eine besondere und kostenfreie Abkühlung – auch wenn die Stadt bei Wasserqualität und Sicherheit genau hinschauen müsse.
Das gilt nicht nur bei der Eröffnung. Die Fundamente des Wasserspielplatzes werden jedes Jahr vor der neuen Saison auf ihre Standfestigkeit kontrolliert. Auch die Wasserqualität wird regelmäßig überprüft. Am Tag der offiziellen Freigabe wurden durch ein unabhängiges Labor Wasserproben entnommen, um die Qualität sicherzustellen. Diese Kontrollen werden auch weiterhin in regelmäßigen Abständen wiederholt.
Wenn Werte nicht stimmten, müsse ein Platz im Zweifel gesperrt werden, „nicht aus Bosheit“, wie Forster sinngemäß sagte, sondern zum Schutz der Kinder. Dass zwischen Idee und Fertigstellung viel Zeit vergeht, nutzte der Verwaltungschef deshalb auch, um für Verständnis zu werben. Öffentliche Projekte seien an klare Abläufe gebunden – von den Beschlüssen in den Gremien über Ausschreibung und Vergabe bis zu Aufbau, Prüfung und Freigabe. „Das braucht eben immer seine Zeit“, sagte Forster.
Kritik gab es aus dem Ortsrat keine, im Gegenteil. Ortsvorsteher Philip Vollmar lobte das abgestimmte Vorgehen mit der Verwaltung und besonders mit Dominik Rojan von der Grünflächenabteilung. „Es war eine wirklich gute Abstimmung mit der Stadtverwaltung“, sagte Vollmar. Auf die Belange in Jägersburg sei Rücksicht genommen worden: Über die Osterferien konnten die Kinder noch auf der alten Anlage spielen, danach wurde die Zeit bis zu den Sommerferien für die Erneuerung genutzt. „Das hat wunderbar funktioniert.“
Für Vollmar ist der neue Wasserspielplatz ein weiterer Baustein in der Entwicklung des Naherholungsgebiets. Der Platz sei in den vergangenen Jahren etwas verfallen gewesen und nun deutlich aufgewertet worden. Davon profitiere nicht nur der Spielplatz selbst, sondern das gesamte Umfeld. Mit Wasserspielplatz, Minigolf und Multifunktionsplatz gebe es nun ein Angebot, das von Kleinkindern bis zu Jugendlichen reiche. „Das hilft zum einen natürlich im ganzen Naherholungsgebiet“, sagte Vollmar.
Seinen Dank richtete Forster auch an Pächter Karsten Mühmel, dessen Angebot den Bereich in der Nähe der Gustavsburg zusätzlich aufwertet. Eltern, deren Kinder am Floßteich spielen, können sich dort in angenehmer Atmosphäre aufhalten. Mühmel denkt dabei sogar an praktische Details: Damit die Kinder zum Bewegen der Flöße keine Äste von den umliegenden Bäumen abbrechen, hält er in seiner Gastronomie zahlreiche Besenstiele bereit, die kostenlos ausgeliehen werden können.
Mit dem Strandfest-Wochenende hat der neue Wasserspielplatz seine erste Bewährungsprobe direkt bestanden. Viele Familien waren rund um den Schlossweiher unterwegs, und die Wasserburg passte genau in dieses Umfeld aus Minigolf, Weiher, Spielmöglichkeiten und Gastronomie. So ist am Floßteich nicht nur ein neues Spielgerät entstanden, sondern ein Stück mehr Aufenthaltsqualität im Jägersburger Naherholungsgebiet.
Alle Bilder: Friedel Simon

































