Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordert Frauen- und Familienministerin Monika Bachmann erneut vermehrte Anstrengungen, um die Erwerbschancen von Frauen zu verbessern. Dies gilt auch in besonderem Maße vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation.

„Erfolgreiche Integration in Arbeit und Gesellschaft  benötigt die Geschlechterperspektive, das gilt für Migrantinnen ebenso wie für besonders benachteiligte Zielgruppen, wie etwa alleinerziehende Mütter, die in besonderer Weise von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind“, erklärt Ministerin Monika Bachmann. „Die Verbesserung der Erwerbschancen von Frauen ist gerade im Saarland, mit seiner im Vergleich zum Bundesgebiet traditionell niedrigeren Frauenerwerbsquote von besonderer Bedeutung. Frauen und Männer benötigen tatsächliche Wahlmöglichkeiten, um ihr Leben nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten zu können. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, die Frauen über den gesamten Lebensverlauf eine eigenständige Existenzsicherung ermöglichen. Neben dem weiteren Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder und pflegebedürftige Angehörige gehört hierzu eine flexiblere Arbeitswelt mit mehr Arbeitszeitoptionen.“

Ministerin Bachmann, die zudem auch Integrationsbeauftragte des Saarlandes ist, weist zudem auf die besondere Situation von Flüchtlingsfrauen hin: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, diesen Frauen und ihren Kindern in Deutschland und im Saarland Schutz und Zuflucht zu bieten und sie bestmöglich zu unterstützen.“

Um den besonderen Bedarfen von Schwangeren und allein reisenden Frauen mit ihren Kindern besser gerecht werden zu können, hat das Sozial- und Familienministerium bereits im Sommer eine Hebammensprechstunde sowie eine gynäkologische und pädiatrische Notfallversorgung auf dem Gelände der Landesaufnahmestelle eingerichtet. Hier finden auch gewaltbetroffene Frauen mit Unterstützung muttersprachlicher Dolmetscherinnen einen ersten niedrigschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung und Beratung. „Um den betroffenen Frauen den Zugang zu den landesweiten Beratungs-, Schutz- und Hilfsangeboten auch nach ihrer Verteilung in die Kommunen zu erleichtern, werden wir das bereits vorhandene Dolmetscherinnen-Netz weiter ausbauen“, kündigte die Ministerin an. „Wir müssen aber auch unsere Fachkräfte in den Beratungsstellen und den Frauenhäusern stärker für die besonderen Belange von Flüchtlingsfrauen sensibilisieren und die vorhandenen Schutzkonzepte anpassen. Dazu werden wir in den nächsten Wochen mit allen Beteiligten Gespräche führen.“

Hintergrund:

Staatssekretär Stephan Kolling wird am 8. März ab 9:30 Uhr das traditionelle frauenpolitische Frühstück  des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland und der Arbeitskammer des Saarlandes in Kooperation mit dem FrauenForum Saarbrücken in der Luminanz am Eurobahnhof besuchen.

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