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Saarland | Steinerne Macht und vergängliche Pracht: Vortrag zur Geschichte des Regiments Royal Deux-Ponts

Rekonstruktion des Schloss Karlsbergs, das 1793 zerstörte wurde. Foto: Historisches Museum Saar, Andreas Matzerath, Jutta Schwan, in Zusammenarbeit mit Marc Engel, Simon Matzerath.

Das Historische Museum Saar lädt in Kooperation mit der BarockStraße SaarPfalz und dem Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) Saarland zu dem szenischen Dialog-Vortrag „Aus der Saarpfalz nach Amerika – Die unverhofften Abenteuer des ´hochlöblichen Regiments Royal Deux-Ponts‘ in der Neuen Welt“ ein.

Im Rahmen seiner bislang größten Sonderausstellung „Steinerne Macht – Burgen, Festungen, Schlösser in Lothringen, Luxemburg und im Saarland“ präsentiert das Historische Museum Saar zur Zeit auch eine großformatige fotorealistische Computer-Rekonstruktion des einstmals vor den Toren Homburgs errichteten Schlosses Karlsberg. 

Kaum bekannt ist, dass sein Erbauer, Herzog Karl II. August von Pfalz-Zweibrücken, zur Finanzierung seines Prunkschlosses auf den im 18. Jahrhundert üblichen „Soldatenhandel“ zurückgriff: So stand das von seinem Onkel Christian IV. 1757 zwischen Saar und Pfalz aufgestellte „Deutsche Königlich-Französische Infanterie-Regiment von Zweybrücken oder Royal Deux-Ponts“ in Diensten der französischen Könige, die hierfür im Gegenzug beträchtliche Subsidiengelder zahlten.

1780 wurde das Regiment – in völliger Unkenntnis des Reiseziels – nach Amerika verschifft, um dort als französische Hilfstruppe General Washington und die jungen Vereinigten Staaten von Nordamerika im Kampf gegen das britische Mutterland zu unterstützen. So spielte das Regiment Royal Deux-Ponts eine entscheidende Rolle in der die Welt verändernden Schlacht um Yorktown (Virginia), bei der die USA endgültig ihre Unabhängigkeit von Großbritannien erkämpften. Von dieser ruhmreichen Rolle kündet das ebenfalls in der Ausstellung „Steinerne Macht“ gezeigte, aus Schloss Karlsberg stammende und ansonsten in der Münchener Residenz aufbewahrte Gemälde „Karl II. als Generalissimus“ des herzoglichen Hofmalers Karl Kaspar Pitz.

Vor diesem Hintergrund beleuchtet der szenische Dialog-Vortrag „Aus der Saarpfalz nach Amerika — Die unverhofften Abenteuer des ‚hochlöblichen Regiments Royal Deux-Ponts‘ in der Neuen Welt“ am Dienstag, 19. Februar 2019, um 19 Uhr ein überaus spannendes Kapitel der regionalen, aber auch der europäischen und US-amerikanischen Geschichte. 

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