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In saarländischen Klassenräumen könnten ab dem Schuljahr 2026/27 wieder häufiger Apfelspalten, Möhrensticks oder Paprikastreifen auf den Tischen liegen. Das Land setzt das EU-Schulprogramm für Obst und Gemüse fort und will damit Kinder früh an frische Lebensmittel und gesunde Ernährung heranführen.

Die teilnehmenden Schulen erhalten wöchentlich zwei kostenlose Portionen Obst und/oder Gemüse pro Kind, jeweils mit 100 Gramm. Das Programm richtet sich vor allem an Grund- und Förderschulen sowie an weiterführende Schulen in den Klassenstufen 5 und 6. Ziel ist es, den regelmäßigen Verzehr von Obst und Gemüse im Alltag der Kinder zu verankern und ihnen zu zeigen, wie vielfältig und alltagstauglich frische Produkte sein können.

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Begleitend zu den Lieferungen sind Ernährungsbildungsangebote vorgesehen. Sie sollen den bewussten Umgang mit Lebensmitteln stärken und die Wertschätzung für deren Herkunft und Qualität erhöhen. Kitas sollen in das Programm einbezogen werden, sobald dafür ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Interessierte Einrichtungen können sich noch bis zum 6. März 2026 online bewerben.

Parallel zum praktischen Angebot an den Schulen verweist der gemeinnützige Medienservice Klima & Gesundheit auf den größeren Zusammenhang von Ernährung, Landwirtschaft und Klimakrise. Im Dossier „Ernährung & Landwirtschaft“ werden Hintergründe zu nachhaltiger Ernährung aufbereitet. Dort findet sich unter anderem der Hinweis auf Berechnungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Demnach könnten bei einer Halbierung der Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten in Deutschland 6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente an Treibhausgas-Emissionen eingespart werden.

Das Dossier beleuchtet außerdem Konzepte wie die Planetary Health Diet und andere klimafreundliche Ernährungsweisen. Ergänzt wird das Angebot durch Beispiele ökologischer Landwirtschaft aus verschiedenen Regionen Deutschlands, durch bundesweite und regionale Recherchetipps sowie durch Links zu Datenbanken und Fachleuten. Hinzu kommen Materialien zur Themenfindung, darunter eine Broschüre der Verbraucherzentrale über klimafreundliche Ernährung.

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Der Medienservice Klima & Gesundheit versteht sich als Anlaufstelle für redaktionelle Fragen rund um Klima, Umwelt und Gesundheit. Das Angebot wird von der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen bereitgestellt und von der Stiftung Mercator gefördert. Die Stiftung mit Sitz in Berlin informiert auf ihrer Website über weitere Projekte und Aktivitäten im Bereich Gesundheits- und Klimaschutz.

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