„Schüler stärken, Schule gestalten“: Unter diesem Motto fand am 20.10. der Landestag der Schüler Union Saar statt. Im Zuge dessen wurde der Leitantrag über Digitalisierung einstimmig verabschiedet und ein neues Vorstandsteam rund um den neuen Vorsitzenden Sven Fontaine gewählt. Wer glaubt, dass in Zeiten von Politikverdrossenheit die Mitgliederanwerbung schwerfällt, wurde durch den vorliegenden Geschäftsbericht eines Besseren belehrt. 133 neue Mitglieder bei nur sieben Austritten im letzten Jahr sprechen für ein großes Interesse der Schüler im Saarland an einer besseren Bildungspolitik.

Vivien Rupp, die bisherige Landesvorsitzende, eröffnete die Sitzung. Timo Mildau, Ehrenvorsitzender des Ring Christlich-Demokratischer Studenten startete die Runde damit, die Relevanz des Themas Digitalisierung zu betonen. Für ihn fängt Digitalisierung „in der Unterstufe, vielleicht sogar in der Grundschule“ an. Im anschließenden Grußwort lobte der aktuelle RCDS Vorsitzende die erfolgreiche Kommunikation zwischen den Studenten und dem jüngeren Pendant, der Schüler Union. Hierfür hob er gesondert das Engagement der Vorsitzenden Vivien Rupp hervor. Den vorliegenden Leitantrag über digitale Medien in der Bildung bezeichnete er, „besonders im Kontext des CISPA Helmholtz Zentrum für Informationssicherheit“ als notwendig. „Wer, wenn nicht ihr, sollt das fordern?“

Anschließend wandte sich Alexander Zeyer, MdL und Vorsitzender der JU Saar, an die Anwesenden. Nachdem auch er die Arbeit des bisherigen Vorstandes gelobt hatte, formulierte er die anspruchsvolle Forderung, in fünf Jahren alle Schulbuchausleien durch Tablets obsolet zu machen. Er erklärte die Arbeit der Bildungspolitiker der Union im Landtag, die die vom Bund bereitgestellten Mittel in einem ersten Schritt zum Breitbandausbau an Schulen nutzen wollen. Schuld am noch geringen Ausbau des Angebotes von freiwilligen Ganztagsschulen sieht er beim Bildungsminister, der die Debatte über vorliegende Konzepte unnötig verkompliziert. 

Die anwesenden Delegierten applaudierten und waren sichtlich erfreut, dass ihre Ideen und Meinungen durch führende Politiker vertreten werden. Der Bundestagsabgeordnete Markus Uhl sprach von „Bildung und Digitalisierung als mega Themen“, die zwar als Schlagworte schon im Bildungsministerium angekommen sind, aber noch nicht manifestiert sind. Die Wartung der Geräte soll in Zukunft besser und einheitlich organisiert werden, denn Lehrer dürften nicht dazu genötigt sein, in der Freizeit noch Systemadministrator für eine Schule zu sein. 

Anschließend hielt Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt und Oberbürgermeisterkandidat der Union für Saarbrücken, einen Inputvortrag über Digitalisierung in der Bildung. „Mein Gott, lass uns nicht vergessen, über die Chancen zu sprechen!“ Er forderte, dass das Saarland in Zukunft nicht nur Medien konsumiere, sondern auch aktiv gestaltet. Im nächsten Grußwort wandte sich Finn Wandhoff, Bundesvorsitzender der Schüler Union an die Anwesenden und betonte, dass es die oft gelobte Ideologiefreiheit der Union zu hinterfragen gelte, da auf fehlende Ideologien oft fehlende Ideen folgen. So ginge es eben „nicht nur um den Bordstein vor der Tür, sondern auch um freiheitliche, grundlegende Werte“. Auch den Kampf gegen Antisemitismus griff er auf, der auch für den Landesverband Saarland ein wichtiges Thema ist. 

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