Foto: Matthias Helms

Die Sehnsucht nach dem Garten Eden – nach Frieden, Versöhnung und einem Ort ohne Schatten – steht im Mittelpunkt eines Konzertabends, zu dem die Evangelische Kirche nach Homburg einlädt. Am Samstag, den 7. November 2026, tritt die Band Naschuwa ab 18 Uhr in der Protestantischen Stadtkirche auf und bringt die ganze Bandbreite jüdischer Musikkultur auf die Bühne.

„A Nacht in Gan Ejdn“ heißt das aktuelle Programm, dessen Titel sich auf eben jenen Garten Eden bezieht. Ein Sinnbild für das Paradies, das die Menschen seit jeher bewegt – auch wenn sie es bis heute nicht erreicht haben. Zwischen Tag und Nacht, zwischen Licht und Schatten macht sich die Band musikalisch auf den Weg dorthin. Gerade in Zeiten des Nahostkriegs verstehen die Musiker ihr Spiel als bewussten Beitrag jüdischer Kultur.

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Musikalisch spannt Naschuwa einen weiten Bogen. Virtuose und balladeske Klezmerstücke treffen auf jiddische Lieder, die aus der Welt des ost- und mitteleuropäischen Schtetls stammen, aber auch die Geschichte des Ghettos nicht aussparen. Dazu kommen Ausflüge in den Orient und in das moderne Israel. Eigene Kompositionen geben dem Abend eine ganz persönliche Handschrift.

Der jüdische Humor kommt dabei nicht zu kurz. Das Publikum erlebt einen Hauch von Jazz und Balkanmusik, viel ausgelassene Fröhlichkeit – und zugleich eine melancholische Spur, die sich durch die Stücke zieht. Denn nicht nur die jüdische Geschichte, auch der ganz normale Alltag kennt gute und schwere Tage. Der Humor wirkt in dieser Musik wie eine Medizin, die das Leben leichter macht und seine tiefsinnige Seite spiegelt.

Naschuwa versteht sich als Teil einer Erinnerungskultur, die sich gegen das Vergessen und Verdrängen stellt. Gleichzeitig erinnert die Band daran, dass das Leben in all seiner Vielseitigkeit weitergeht – mit hellen und mit dunklen Tönen.

Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Karten gibt es an der Abendkasse der Protestantischen Stadtkirche Homburg.

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