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Der Generalsekretär der Saar-CDU, Roland Theis, übt Kritik an der Vorgehensweise von Linke-Fraktionschef Oskar Lafontaine. Dieser will die Wahl zum Spitzenkandidaten der Landtagswahl nur dann annehmen, wenn sein Vertrauter Jochen Flackus auf den zweiten Platz der Landesliste gewählt wird.

Theis: „Wie schwach muss Lafontaine eigentlich mittlerweile selbst in den eigenen Reihen sein, wenn er seinen einzigen eigenen Personalvorschlag nur damit durchbekommt, dass er lauthals mit seinem vollständigen Rückzug droht? Entweder hält er die Personalie Dr. Flackus nur so für begründbar oder er traut seiner eigenen Gefolgschaft nicht. Beides lässt Böses ahnen!“
Theis ist der Meinung, aus Lafontaines Erpressungsversuch ließen sich Rückschlüsse auf sein Verhalten nach der Landtagswahl im März ziehen: „Sollte im Landtag eine knappe Rot-Rot-Grüne Mehrheit zustande kommen, wäre sie davon abhängig, dass Lafontaine auch in schwierigen Sachfragen seine Truppe zusammenhält. Die härteste Drohung – sein vollständiger Rückzug – hat er ja bereits einsetzen müssen. Das ist bei Lafontaine im Bundeskabinett schon mal schlecht gelaufen. Die Listenaufstellung bei den Linken ist der Beweis, dass diese Partei nicht in der Lage ist, eine stabile Mehrheit zu tragen – weder mit noch ohne Lafontaine. Nach seiner Drohung mit Rückzug hat der Parteitag, egal ob Flackus gewählt wird, bereits einen Verlierer: Die Autorität von Oskar Lafontaine“, so Theis.

 

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