In Berlin findet aktuell der Armutskongress des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes statt. Veranstalter sind neben dem Paritätischen Wohlfahrtsverband auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Sozialverband VdK Deutschland e.V. Hierzu erklärt die Generalsekretärin der SPD Saar, Petra Berg:
Petra Berg, Generalsekretärin der SPD Saar Foto: www.spd-fraktion-saar.de
Petra Berg, Generalsekretärin der SPD Saar
Foto: www.spd-fraktion-saar.de
„Laut Armutsbericht 2016 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sind Alleinerziehende eine der Hauptrisikogruppen von Armut. Die Hälfte aller in Armut lebenden Kinder wächst gegenwärtig bei Alleinerziehenden auf. Obwohl ihre Erwerbsbeteiligung zunimmt, ist das Armutsrisiko Alleinerziehender in den letzten Jahren gestiegen. Vor allem die Kinder, die am wenigsten dafür können, dass ihre Eltern nicht mehr miteinander leben, sind die Leidtragenden. Wir brauchen hier Lösungen, die auf verschiedenen Ebenen ansetzen. Wir müssen prekäre Beschäftigung eindämmen und gleichzeitig die Kinderbetreuung weiter ausbauen sowie gezielte Förderungsmaßnahmen bei Kindern ansetzen. Außerdem müssen wir Gleiche Bezahlung für Frauen – also Equal Pay – einfordern und umsetzen.
Nach der Maxime „Prävention geht vor Intervention“ hat die Saar-SPD bereits in der laufenden Legislaturperiode ressortübergreifend gehandelt. Der Einsatz gegen Armut im Saarland wird im „10-Punkte-Plan“ des Aktionsplans zur Armutsbekämpfung deutlich. Zudem haben SPD Saar und SPD Landtagsfraktion gemeinsam ein Positionspapier verabschiedet, das weitere Maßnahmen für ein Engagement gegen Kinderarmut auf Landesebene benennt. Der Fokus liegt dabei gezielt auf den Bereichen Bildung, Gute Arbeit und Ausbildung sowie bezahlbares Wohnen. Diese Maßnahmen sollen sowohl den Elternteilen als auch den Kindern zu Gute kommen. Klar ist: Im Sinne einer ganzheitlichen Armutsbekämpfung bedarf es jedoch weiterer Maßnahmen in den ebenfalls wichtigen Bereichen Sicherung von sozialer Teilhabe, Stärkung der Gemeinwesenarbeit gerade in sozialen Brennpunkten sowie der Umsetzung von weiteren Beratungs- und Präventionsprojekten.“, so Berg abschließend.

 

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