Die Landesvorsitzende der CDU Saar, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, zeigt sich über die erneute Anklage des iranisches Konvertitenpastors Youcef Nadarkhani vor einem Teheraner Revolutionsgericht stark beunruhigt. Annegret Kramp-Karrenbauer übernahm 2011 die politische Patenschaft über den damals zu Tode verurteilten Pastor, der zwischenzeitlich aus der Haft entlassen worden war, jedoch Menschenrechtsorganisationen zur Folge weiterhin unter besonderer Beobachtung des iranischen Staates steht. Im Mai wurde er erneut festgenommen und vor einigen Tagen vor einem Revolutionsgericht in Teheran erneut angeklagt, da er die nationale Sicherheit gefährde und Zionist sei.
Annegret Kramp-KarrenbauerAnnegret Kramp-Karrenbauer: „Die erneute Anklage des zum Christentum konvertierten Pastors gibt wieder einmal Anlass zur Sorge über den Zustand der Menschenrechte und die freie Religionsausübung im Iran. Religionsfreiheit ist eines der wichtigsten Menschenrechte. Für viele ist der Glauben wesentliches Fundament ihres Lebens. Das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit ist ein in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbrieftes Menschenrecht. Die neuerlichen Schilderungen von Menschenrechtsorganisationen geben ernsten Anlass zur Sorge. Daher werde ich den iranischen Botschafter in einem persönlichen Brief um Aufklärung über die Umstände der Anklage bitten, um dem Eindruck, der iranische Staat verletzte das Recht auf freie Religionsausübung, entgegentreten zu können.“
Die Darstellungen der Menschenrechtsorganisationen seien darüber hinaus exemplarisch für die schwierige Lage der Menschenrechte in einigen Staaten der Welt. „Verfolgungen und Gewalt aus religiösen Gründen nehmen leider immer mehr zu. Schätzungen zur Folge sind rund 75 Prozent der weltweit wegen ihres Glaubens verfolgten Menschen Christen. Sie sind damit die am stärksten verfolgte Religionsgruppe weltweit. Es muss unser Ziel bleiben, dass Religionsfreiheit für alle Menschen auf der Welt gilt – egal welchen Glaubens und egal an welchem Ort. Dazu zählt auch, dass der Wechsel vom islamischen Glauben zum Christentum kein Verbrechen ist, sondern persönliche Angelegenheit jedes Einzelnen“, so die CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Weitere Hintergrundinformationen „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“:
http://www.igfm.de/iran/aktuelle-appelle/iran-pastor-nadarkhani-im-visier-der-justiz/

 

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