Die Junge Union lehnt die von Landrat Udo Recktenwald vorgeschlagene Senkung des Wahlalters für Kommunalwahlen auf 16 Jahre ab. „Es ist zweifelsohne wichtig, Jugendliche bereits frühzeitig politisch zu bilden und sie an die staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten heranzuführen. Daher freue ich mich auch riesig über jeden Jugendlichen, der sich politisch beteiligt, egal ob in einer Partei, bei Demonstrationen oder in einer Bürgerinitiative“, so Alex Zeyer, der Vorsitzende der Jungen Union Saar. 

Zeyer führt weiter aus: „In Deutschland gilt man mit 18 Jahren als volljährig. Ich halte es für fehlgeleitet, ausgerechnet das Wahlalter davon zu entkoppeln. Es muss stattdessen eine stärkere Fokussierung auf die Demokratiebildung in Schulen geben, dazu haben wir als Junge Union jüngst einen Vorschlag mit einer entsprechenden Kampagne vorgelegt.“

Ebenfalls große Bedenken hat der Kreisvorsitzende der Jungen Union St. Wendel, Jonas Reiter: „Auch wenn ich vor Ort viele 15-, 16- und 17-Jährige kenne, die sich aktiv für ihren Ort engagieren, dadurch die lokalen Probleme und auch die Kommunalpolitiker kennen, sollte an der bewährten Altersgrenze festgehalten werden. Für ein Aufbrechen der Einheit aus Volljährigkeit, Strafmündigkeit, passivem und aktivem Wahlrecht, die sich auf allen Ebenen uneingeschränkt am Alter von 18 Jahren orientiert, braucht es gewichtige Argumente.“

Sein Eindruck aus Gesprächen mit 16- oder 17-Jährigen geht in die gleiche Richtung: „In der Diskussion überzeugen mich vor allem die Argumente der Betroffenen. Hier hört man oft, dass viele sich noch nicht reif, informiert und bereit fühlen, verantwortungsvolle Entscheidungen in der Wahlkabine zu treffen. Der Politik-Unterricht in Gemeinschaftsschulen beginnt für die meisten ebenfalls erst mit 17 Jahren.“

Zeyer und Reiter weisen darüber hinaus abschließend darauf hin, dass eine Mitgliedschaft in der Jungen Union bereits ab 14 möglich ist.

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