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„Das jährliche Grippe-Monitoring dient dazu, aktuelle Erkenntnisse über die Anzahl von Erkrankungen, insbesondere der Atemwegserkrankungen im Saarland zu erhalten, um so frühzeitig eine drohende Influenzaepidemie zu erkennen“, erklärte Gesundheitsministerin Monika
Ministerin Monika Bachmann
Ministerin Monika Bachmann
Bachmann anlässlich der Auswertung der diesjährigen Zahlen. „Im Beobachtungszeitraum (4. November 2015 bis 10. Mai 2016) war im Saarland eine insgesamt moderate Erkrankungswelle an Influenza feststellbar.“ Die im Saarland erfassten Erkrankungszahlen wurden durch die Auswertungen der Arbeitsgemeinschaft Influenza, die bundesweit Daten aus Praxen sammelt und auswertet, bestätigt. Die Auswertungen der Arbeitsgemeinschaft Influenza sehen den bundesweiten Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle in der 10. Kalenderwoche 2016 (05.03. – 11.03.2016) als erreicht an. Insgesamt wurden im Saarland 62 Influenza A, 50 Influenza B und 39 Parainfluenza-Viren labordiagnostisch nachgewiesen.
Pro Kreis wurden ein Kindergarten, eine Grundschule, eine weiterführende Schule, ein Altenheim, eine Behörde sowie ein Industriebetrieb in das Monitoring aufgenommen. Darüber hinaus wurden auch mindestens zwei allgemeinärztliche sowie zwei kinderärztliche Praxen, mindestens ein Allgemeinkrankenhaus sowie die Kinderkliniken im Kreis (soweit vorhanden) einbezogen. Die Gesundheitsämter erhoben die Daten und leiteten sie wöchentlich dem Ministerium weiter. Die Kassenärztliche Vereinigung Saarland meldete den Anteil der Patienten mit respiratorischen Erkrankungen, die beim Wochenend-Notfalldienst in Saarbrücken vorstellig wurden. Von den Universitätskliniken des Saarlandes, Institut für Virologie, wurden Nachweise an Influenza (Influenza Typ A und B) sowie Parainfluenza-Viren gemeldet.
Zu Beginn der Beobachtung zeigte sich ein Erkrankungsbild, das für die Jahreszeit auf einem normalen Niveau lag. Wie schon in den Vorjahren, lag auch in diesem Jahr die Erkrankungsrate in den Kindergärten generell höher als bei den Kindern in den Grundschulen und Sekundarschulen. Insgesamt zeigte sich ein eher uneinheitliches Erkrankungsbild. In allen Einrichtungen wurden mehrere Erkrankungsgipfel beobachtet.
In den Alten- und Pflegeheimen wurde das Erkrankungsmaximum bei den Erkrankungen die betreuten Personen betreffend in der 21. Beobachtungswoche (ab 23.03.2016) erreicht. Danach gingen die Erkrankungszahlen kontinuierlich zurück.
Im Bereich der Industrie zeigten die Erkrankungszahlen zu Beginn der Beobachtung einen relativ hohen Wert, der in der zweiten Dezemberwoche fallende Tendenz zeigte. Nach den Ferien stieg die Erkrankungsquote fortwährend an und erreichte in der 17. Beobachtungswoche (ab 24.02.2016) ihr Maximum mit einer Erkrankungsrate von 7,9%.
In den Allgemeinarztpraxen lag – wie in den Vorjahren – der Anteil der Patienten mit respiratorischen Erkrankungen deutlich unter denen in den Kinderarztpraxen. In den Allgemeinarztpraxen wurde der Erkrankungsgipfel in der 9. Beobachtungswoche (ab 30.12.2015) mit 17,3% erreicht, in den Kinderarztpraxen wurde das Maximum in der 21. Beobachtungswoche (ab 23.03.2016) mit 45% erreicht.
In den Kliniken zeigte sich in Bezug auf die Patienten mit respiratorischen Erkrankungen ein weitgehend einheitliches Bild mit einem Höchststand in der 6. Beobachtungswoche (ab 09.12.2015) mit 13,4%.
Eine ausführlichere Auswertung gibt es im Internet unter http://www.saarland.de/72375.htm

 

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