HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN

Anlässlich des bevorstehenden Höhepunkts der diesjährigen Karnevals-Saison weist der saarländische Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling erneut deutlich auf die Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums vor allem bei Jugendlichen hin: „Es ist Aufgabe der Gastronomen und auch der Familie, die Einhaltung der Jugendschutzgesetze besonders im Blick zu haben. Während den närrischen Tagen ist der Alkoholkonsum besonders auch bei jungen Menschen sehr hoch und die Gefahr von Alkoholexzessen unter Jugendlichen noch größer als sonst.“

Im Saarland wurden im Jahr 2014 431 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren wegen Alkohol im Krankenhaus behandelt. Im Jahr 2013 waren es 389 Fälle gewesen. Staatssekretär Stephan Kolling weist darauf hin, dass die Fälle in der Tendenz jedoch seit Jahren zurückgehen, 2012 waren es 488 Fälle, 2011 457 Fälle gewesen. „Präventionsarbeit muss ein stetiger Prozess sein, die Erfolge zeigen sich oft erst nach Jahren“, erklärt Kolling. „Grundsätzlich müssen wir als Erwachsene uns unsere Vorbildwirkung immer wieder bewusst machen. Aber auch die Festveranstalter tragen hier die besondere Verantwortung, z. B. durch den Einsatz von Jugendschutzbeauftragten entsprechende Rahmenbedingungen für ein fröhliches Feiern zu schaffen.“

Kolling nutze die Gelegenheit sich bei den Vereinen zu bedanken, die sich an dem 2014 eingeführten Projekt „7 aus 14“ beteiligen. Diese Vereine engagieren sich besonders für die Einhaltung des Jugendschutzes, weisen bei allen ihren Veranstaltungen auch auf jugendrechtliche Bestimmungen hin und haben eigens dafür Jugendschutzbeauftrage ausbilden lassen. „Diese Vereine treten aktiv für den Jugendschutz ein und setzen ausdrücklich ein Zeichen gegen das Rauschtrinken“, so Kolling. „In den meisten Vereinen wird schon heute auf verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol Wert gelegt. Durch Einbinden des Projektes in die Vereinsarbeit wird nun auch ein sichtbares Zeichen gesetzt, dass Jugendschutz wirklich ernst genommen wird.“ Über die Kontrollfunktion hinaus fördere das Projekt einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und erinnere Erwachsene zudem an ihre Vorbildfunktion. Man habe bereits damit begonnen, auch über Kommunen für das Angebot zu werben, um auch andere Vereine für die Idee „7 aus 14“ zu begeistern. „Wir freuen uns über jeden, der mitmacht und sich zertifizieren lässt.“ Mehr Informationen gibt es auf www.7aus14.saarland.de

 

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