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Im Saarland bleibt der Blick der Landespolitik fest auf die Bauwirtschaft gerichtet. Knapp vier Jahre nach Beginn der SPD-Alleinregierung zieht das zuständige Ministerium für Inneres, Bauen und Sport eine Zwischenbilanz – und ergänzt sein Maßnahmenpaket nun um ein weiteres Element: den sogenannten EasyCode für den Stahlbau. Die neue Regelung soll den Arbeitsalltag von Planungsbüros spürbar vereinfachen und gleichzeitig die bisherigen Reformen im Bau- und Förderbereich ergänzen.

Seit dem Regierungswechsel hat das Ressort von Bauminister Reinhold Jost eine Reihe von Reformen und Programmen angestoßen, die den Bau im Land beschleunigen und Investitionen erleichtern sollen. Dazu gehören die Neuauflage und Bündelung von Förderinstrumenten im sozialen Wohnungsbau, das Schulbauprogramm BAUSTEIN mit 150 Mio. Euro Landesmitteln sowie eine Städtebauförderung, die jährlich mit hohen Millionenbeträgen ausgestattet ist. Auch der Digitale Bauantrag wurde eingeführt, um Verfahren zu modernisieren und Bearbeitungszeiten zu verkürzen.

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Ein weiterer zentraler Baustein ist die Novellierung der Landesbauordnung, die laut Ministerium bereits spürbare Erleichterungen gebracht hat. Genannt werden verkürzte Genehmigungsfristen, mehr Verfahrensfreiheit, erleichtertes Bauen im Bestand, Typengenehmigungen für serielles Bauen und zusätzliche Impulse für den Klimaschutz. Minister Reinhold Jost fasst den Ansatz seines Hauses so zusammen: „Wir verfolgen eine klare Strategie: Investieren, vereinfachen, beschleunigen – und dabei Innovation ermöglichen. So schaffen wir Planungssicherheit, senken Kosten und geben der Branche Rückenwind.“

Mit dem EasyCode kommt nun ein technisch ausgerichtetes Instrument hinzu, das vor allem Ingenieurbüros entlasten soll. Der EasyCode vereinfacht die Bemessung häufig vorkommender Stahlbaukonstruktionen, bleibt nach Angaben des Ministeriums aber vollständig konform mit den geltenden Eurocodes. Ein landesweites Hinweisschreiben stellt klar, dass der EasyCode als gleichwertig zu den bestehenden Normen anzusehen ist. Für Planende bedeutet das: weniger Aufwand bei der Auslegung, ohne rechtliche Unsicherheiten in Kauf nehmen zu müssen.

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Die Ingenieurkammer des Saarlandes bewertet die Einführung positiv. Präsidentin Christine Mörgen erklärt: „Mit der Einführung des Easy-Code Stahlbau ist ein wichtiger Schritt zu weniger Bürokratie und effektiverem Arbeiten in Planung und Ausführung erfolgt. Die überbordende Normenflut und die in der Praxis nahezu nicht mehr zu beherrschende Zahl technischer Bauvorschriften ist schon seit längerem ein gravierender Hemmschuh für eine schnelle, effiziente und umsetzbare Planung und Ausführung. In konstruktiven Gesprächen mit dem Ministerium und der Obersten Bauaufsicht ist es nun gelungen den Ingenieurinnen und Ingenieuren für den Stahlbau qualitativ und rechtlich handhabbare Regeln zu ermöglichen. Die neue Richtlinie entlastet die Planenden spürbar und stärkt zugleich das Vertrauen in die Sicherheit unserer Bauwerke. Dem Ministerium ist hier gemeinsam mit der Ingenieurkammer des Saarlandes ein starkes Signal hin zu weniger Bürokratie gelungen.“

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Nach Darstellung des Ministeriums fügt sich der EasyCode in eine Gesamtstrategie ein, die auf Investitionen, Bürokratieabbau und neue Regelungen setzt. Ziel ist es, die Bauwirtschaft als wichtigen Wirtschaftsfaktor zu stabilisieren und zugleich Voraussetzungen für Wachstum, Klimaschutz sowie lebenswerte Städte und Gemeinden im Saarland zu verbessern. Die aktuelle Mitteilung wurde am 30.01.2026 als Pressemitteilung 09/2026 veröffentlicht und markiert damit den vorläufig jüngsten Schritt in der laufenden Reform- und Förderoffensive des Landes.

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