Symbolbild

Für das Saarland stehen in den nächsten vier Jahren rund 360.000 Euro jährlich aus dem Bundesinvestitionsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ zur Verfügung.

Es gilt, Lücken im saarländischen Hilfesystem zu schließen und eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung voranzutreiben. Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln soll in erster Line der Ausbau der saarländischen Schutzhäuser für Frauen und ihre Kinder finanziert werden. „Dabei legen wir besonderen Wert auf die adäquate bauliche Gestaltung und Ausstattung der Frauenhäuser für die Zielgruppe von Frauen mit Behinderungen“, erklärt Ministerin Monika Bachmann.

Aber auch ein verbessertes Übergangsmanagement soll geschaffen werden. „Oftmals ist es für die betroffenen Frauen schwierig, neuen Mut zu fassen und sich auf ein neues, selbstbestimmtes Leben einzustellen. Hier ist unsere Unterstützung gefragt!“ Frauen dürften nicht das Gefühl haben, dass wir sie alleine lassen oder gar rauswerfen. Die Ministerin, die seit Jahresbeginn auch Vorsitzende der Gleichstellungs- und Frauenminister-Konferenz ist, sagt: „Wir müssen die Frauen so gut wie möglich begleiten und den Übergang von dem geschützten Leben im Frauenhaus zur Selbstständigkeit sanfter gestalten.“  Das neue Übergangsmanagement erleichtert die Wohnungssuche und unterstützt bei den Umzugsarbeiten. Damit entlastet es gleichzeitig die Belegungssituation in den Frauenhäusern.

Weiterhin ausgebaut wird nach Aussage der Ministerin auch das Projekt „Kraft in der Krise“, das bereits seit 2015 über Landesmittel gefördert wird. Dieses Angebot richtet sich an alle Frauen, die mit ihren Kindern Zuflucht in den Frauenhäusern der Arbeiterwohlfahrt (AWO) suchen. Ziel ist es, das durch häusliche Gewalt beeinträchtigte Selbstwertgefühl der Kinder und die Mutter-Kind-Interaktion zu stärken. „Nachdem das Projekt in den ersten Jahren stundenweise erprobt wurde, freue ich mich, dass wir das Angebot bereits im Jahr 2019 ausweiten konnten. Bei diesem Projekt ist es möglich, die verschiedenen Phasen der psychischen Anpassungs- und Stabilisierungsprozesse therapeutisch zu begleiten und zu unterstützen.“

Am 1. Januar 2020 wurde das Bundesinvestitionsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ für die Unterstützung baulicher Maßnahmen in den Ländern und Kommunen gestartet. Der Bund plant, hierfür in den Jahren 2020 bis 2023 insgesamt bis zu 120 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Gefördert werden der Aus-, Um- und Neubau, die Sanierung und der Erwerb von Hilfseinrichtungen im Rahmen innovativer Projekte. Diese sollen der weiteren Verbesserung der Zugänglichkeit und Nutzung von Schutz- und Beratungseinrichtungen für gewaltbetroffene Frauen dienen.

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