HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN

In ihrer Weihnachtsbotschaft an die Saarländerinnen und Saarländer wünschen die beiden Superintendenten der Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West, Gerhard Koepke und Christian Weyer, allen, die Weihnachten feiern, dass Sie sich von dem Kind in der Krippe berühren lassen Es sei damals in eine kriegerische Welt gekommen.  Nur durch Liebe lasse sich die Welt verändern. Sie  wünschen allen Menschen Frieden auf Erden.

„Ein Kind in die Welt setzen? Eltern unserer Zeit zögern immer wieder bei diesem Gedanken. So viel Krieg und Leid gibt es in dieser Welt. So viele Brandherde, von denen ganz schnell ein Flächenbrand ausgehen könnte. So viele Gefährdungen und Katastrophen, die unsere Umwelt bedrohen. Terroranschläge in aller Welt – und nun auch bei uns in Deutschland. Da kann man schon ins Grübeln kommen über der Frage, ob man einem Kind diese Welt zumuten soll.
Als Gott ein Kind in die Welt setzte, sah es nicht anders aus: Es gab Kriege und Bürgerkriege im ganzen römischen Reich. Überall kämpften Aufständische gegen Besatzer. Das Wort „Menschenrecht“ war zu dieser Zeit noch ein Fremdwort. Die Freiheit und Unversehrtheit von Menschen galt nichts, das Recht des Stärkeren beherrschte die Welt. Und es gab viel Not und Elend. Sozialkassen und Teilhabegesetze gab es nicht. Jeder musste selbst sehen, wie er durch das Leben kam.
In diese Welt setzt Gott ein Kind. Ja, noch viel mehr. Gott selbst kommt als Kind in diese Welt. Wird als Mensch geboren in einem Stall. Sein erstes Kinderbett ist ein Futtertrog, seine erste Matratze besteht aus Stroh. Und kurz nach seiner Geburt müssen die Eltern mit diesem Kind ins Ausland fliehen, weil er römische Statthalter alle männlichen Neugeborenen umbringen lässt. So kommt Gott in die Welt, aller Logik zum Trotz.
Damit setzt Gott ein Zeichen. Ein Zeichen der Hoffnung: Nicht Gewalt und Tod regieren diese Welt, sondern die Herrschaft dieser Welt geht von einem kleinen, wehrlosen Kind aus. Der Gewalt und der Willkür setzt Gott die Hingabe entgegen. Seine Hingabe an diese Welt. Gott erklärt dieser Welt seine bedingungslose Liebe. Diese Liebe Gottes entwaffnet. Der Anblick des Kinds in der Krippe löst die Verhärtungen und zaubert ein Lächeln auf das Gesicht der Betrachter. Gott kommt nicht mit Gewalt und Macht, sondern er überzeugt durch Berührung.
Wir wünschen allen, die Weihnachten feiern, dass Sie sich von dem Kind in der Krippe berühren lassen. Dass Sie begreifen: So ist Gott und so, nur so lässt sich diese Welt verändern. Durch Liebe. Wir wünschen allen Menschen Frieden auf Erden.“
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