HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN

Nachdem eine Untersuchung im Auftrag des saarländischen Verbraucherschutz-Ministeriums zum Ergebnis kommt, dass viele Schülerinnen und Schüler mit dem Essen in den saarländischen Schulen nicht zufrieden sind und einige auch über fehlende Speiseräume klagen, fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag erneut, dass sich die Landesregierung auf Bundesebene für ein Investitionsprogramm für Schul-Küchen und –Mensen einsetzt. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt:

„Gerade weil die Ganztagsschul-Angebote im Saarland immer mehr angenommen werden und der Ausbau weitergeht, brauchen die Schulen möglichst eigene Küchen und Mensen, um frische Schulverpflegung anbieten zu können. Wenn das Essen an der Schule selbst zubereitet wird, kann auch stärker auf die individuellen Wünsche und Vorlieben und den Geschmack der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden. Nicht tragbar ist es, dass an manchen Schulen das Essen auf dem Flur zu sich genommen werden muss, weil ein geeigneter Speiseraum fehlt. Hier muss Abhilfe geschaffen werden. Neben dem Land und den Schulträgern ist hier der Bund in der Pflicht.“
Das Schulessen sollte zudem für alle Kinder in der Ganztagsbetreuung kostenfrei sein. „In Saarbrücken hat die rot-rot-grüne Koalition 2011 ein Modellprojekt auf den Weg gebracht, das sehr erfolgreich läuft. Nun nehmen auch Kinder am Schulessen teil, die vorher außen vor bleiben mussten. Im Bundestag hat die Linksfraktion 2012 den Antrag gestellt, dass der Bund den Bundesländern eine kostendeckende Pauschale von mindestens vier Euro pro Kind und Tag auszahlt. So könnten alle Kinder kostenfrei an der Mittagsverpflegung teilnehmen. Dieser Antrag wurde leider abgelehnt. Aber das Thema bleibt hochaktuell, wie man auch daran sieht, dass jeder zweite Schüler die Kosten für das Schulessen für zu hoch hält.“

 

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