Für ein Lebenswerk, das sich über Jahrzehnte durch Politik, Kultur und Gesellschaft des Saarlandes zieht, hat Ministerpräsidentin Anke Rehlinger Dr. Kurt Bohr am Dienstag mit dem Saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet. Kaum eine andere Persönlichkeit hat die kulturelle und politische Entwicklung des Landes so nachhaltig mitgeformt wie der promovierte Jurist.
Bohr übernahm bereits früh Verantwortung. 1985 wurde er Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Sport, von 1991 bis 1996 stand er als Chef der Staatskanzlei unter Ministerpräsident Oskar Lafontaine an einer Schaltstelle der Landespolitik. Gerade in den 1980er- und 1990er-Jahren setzte er entscheidende Impulse für die Neuausrichtung der saarländischen Kulturpolitik.
Nach seiner politischen Laufbahn wechselte er in die Wirtschaft und leitete über zehn Jahre lang die Saarland-Sporttoto GmbH. Doch sein Wirken endete nicht mit dem Ausscheiden aus den Ämtern. Bis heute bringt sich Bohr in Verbänden, Initiativen und öffentlichen Debatten über die Zukunft des Landes ein.
Besonders eng ist sein Name mit der saarländischen Kulturlandschaft verknüpft. Als Vorsitzender der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik, als Herausgeber des Kulturmagazins „Opus“ und als Autor zahlreicher Publikationen kämpft er seit Jahren für kulturelle Vielfalt und Sichtbarkeit. Hinzu kommt sein Einsatz in der Erinnerungsarbeit: Bohr zählt zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Neue Bremm und ist Mitbegründer der Zukunftsinitiative Saar. Für dieses vielfältige Engagement wurde er bereits mehrfach geehrt.
Rehlinger würdigte in ihrer Rede vor allem die Gestaltungskraft des Geehrten. „Kurt Bohr ist einer, der Zukunft nicht einfach passieren lässt, sondern sie mitgestalten will“, sagte die Ministerpräsidentin. Über Jahrzehnte habe er Verantwortung übernommen, in der Politik ebenso wie für Kultur, Sport und Erinnerungsarbeit.
„Und auch lange nach seinem Ausscheiden aus politischen Ämtern ist er ein wichtiger Impulsgeber und engagierter Mitstreiter geblieben“, so Rehlinger weiter. Dieses außerordentliche Engagement und die große Verbundenheit mit dem Saarland und seinen Menschen zeichneten ihn aus – dafür gebührten ihm Dank und Anerkennung.





















