Foto: Marion Ruffing/UKS
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Die neuen Fahrzeuge sind in Homburg an der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf dem UKS-Gelände und in Saarbrücken an der Rettungswache der Berufsfeuerwehr stationiert.

Beide Intensiv-Transportwagen übernehmen tagsüber Verlegungstransporte mit Arztbegleitung von Patienten, die intensivmedizinisch überwacht und behandelt werden müssen. Am Standort Homburg ist die Klinik für Anästhesiologie für die ärztliche Besetzung zuständig. Das UKS stellt auch die regulären Notärzte in Homburg und Ottweiler.

Bei diesen medizinisch und technisch anspruchsvollen Verlegungsfahrten müssen meist eine Vielzahl von medizinischen Geräten, wie Spritzenpumpen, spezielle Beatmungsgeräte oder manchmal sogar eine Herz-Lungen-Maschine (ECMO) mitgeführt werden, die in einem regulären Rettungswagen keinen Platz finden.

Das Beatmungsgerät entspricht den Anforderungen einer Intensivstation mit hochkomplexen Beatmungsmustern. Vielfache Befestigungsmöglichkeiten im Fahrzeug und an der Trage selbst erlauben die Mitführung diverser medizinischer Geräte, je nach Patientenbedürfnissen. Medikamenten- und Sauerstoffvorräte sind ebenfalls angepasst. Die Intensivtrage ist elektrisch bedienbar und wird ebenso mit elektrischer Unterstützung in das Fahrzeug eingeladen.

Foto: Marion Ruffing/UKS

Der Rettungswagen kann neben den intensivmedizinischen Transporten auch für reguläre Notfalleinsätze genutzt werden. Diese Option der Zweifach-Nutzung („Dual Use“) ermöglicht eine effizientere Einbindung in den regulären Rettungsdienst und flexiblere Reaktionsmöglichkeiten für Intensivtransporte im Saarland. Zudem werden zusatzqualifizierte Notärzte und Notfallsanitäter eingesetzt.

Der für den Rettungsdienst im Saarland verantwortliche Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) und der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Saarland San.-Rat Dr. Thomas Schlechtriemen haben während einer einjährigen Planungs- und Beschaffungsphase in einem gemeinsamen Konzept mit den beteiligten Kliniken und Organisationen die Ausstattung dieser neuen Fahrzeuge für den Intensivtransport optimiert.

Timm Mathis (Geschäftsführer des ZRF Saar), Prof. Dr. Thomas Volk (Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des UKS), Dr. Matthias Schröder (Ltd. Oberarzt der Interdisziplinären Operativen Intensivstation des UKS), Dr. Werner Armbruster (Leiter des Bereichs Notfallmedizin und Ärztl. Leiter des Notarztstandortes Homburg), San.-Rat Dr. Thomas Schlechtriemen (Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Saarland), Martina Novic (DRK, Stv. Referatsleitung Rettungsdienst), Roland Winter (DRK, Rettungswachenleiter Homburg) – Foto: Marion Ruffing/UKS

Ausgewählt wurde der Fahrzeugtyp „Mercedes Sprinter“, da dieser unter anderem über eine höhere Zuladungsmöglichkeit und einen größeren Kofferaufbau verfügt. Insgesamt wurden für die neuen Fahrzeuge jeweils Investitionen von 315.000 Euro getätigt, für die der ZRF 25% Zuschüsse des Landes erhält.

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