Anzeige

Gegen eine 32 Jahre alte Polizeikommissarin der Polizeiinspektion Neunkirchen wird aktuell wegen des Verdachtes der Urkundenfälschung ermittelt. Die Polizeibeamtin soll Impfpässe gefälscht und an Dritte weitergegeben haben. Die Dienststelle “Besondere Ermittlungen und Korruption” führt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken die Ermittlungen.

Parallel hierzu werden alle beamten- und disziplinarrechtlich möglichen Schritte durch das Landespolizeipräsidium und das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport geprüft. Die Dienstausübung wurde ihr am Freitag, den 3. Dezember 2021 untersagt.

Auch gegen einen 52 Jahre alten Polizeioberkommissar der Polizeiinspektion Merzig werden aktuell beamten- und disziplinarrechtliche Maßnahmen geprüft, da dieser am 28. November 2021 während seiner Dienstverrichtung eine Mettlacher Bäckerei in Uniform betreten hatte, ohne eine entsprechende Maske zu tragen.

Anzeige

Gegenüber den Verkäuferinnen und anwesenden Kunden entgegnete er auf Nachfrage nach dem Fehlen seiner Maske, dass er sich ja getestet habe und daher keine Maske tragen müsse. Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurde durch die Polizeiinspektion Merzig ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Beamten eingeleitet. Er wurde für die Dauer der Prüfung der v. g. Maßnahmen zu einer anderen Dienststelle in den Innendienst ohne Bürgerkontakt versetzt und steht dort unter besonderer Dienstaufsicht des verantwortlichen Vorgesetzten.

Die Beamtinnen und Beamte des Landespolizeipräsidiums sorgen seit Ausbruch der Corona-Pandemie in ihrem täglichen Dienst für die Einhaltung der Corona Schutzmaßnahmen und leisten hierdurch ihren Beitrag in der Pandemiebekämpfung. Das Infektionsgeschehen im Landespolizeipräsidium selbst ist seit Beginn der Pandemie auf einem niedrigen Niveau, was nicht zuletzt auf die disziplinierte Einhaltung der strengen internen Regeln und die hohe Impfbereitschaft (>90 Prozent) zurückzuführen ist.

Anzeige

Landespolizeipräsident Norbert Rupp: “Es schockiert mich daher umso mehr, wenn
einzelne Vertreterinnen und Vertreter unseres Berufsstandes das Vertrauen der Gesellschaft sowie ihrer eigenen Kolleginnen und Kollegen dermaßen schädigen. Wir werden für eine lückenlose Aufklärung aller Sachverhalte sorgen. Strafrechtlich oder disziplinarrechtlich relevantes Verhalten zieht entsprechende Konsequenzen nach sich. Dafür stehe ich auch weiterhin ein.”

Innenminister Klaus Bouillon: “Solche Vorfälle werfen ein schlechtes Licht auf die Polizei. Deshalb werden wir die Vorfälle konsequent aufarbeiten. Das Verhalten Einzelner schadet allen Polizistinnen und Polizisten des Saarlandes, die seit Beginn der Pandemie für die Einhaltung der Corona-Regeln sorgen und täglich engagiert und korrekt ihren Dienst verrichten. Das haben sie nicht verdient.” (ots)

 

Anzeige
Anzeige
Vorheriger ArtikelSt. Ingbert zündet den Impfturbo: 2000 Personen in Sonderimpfaktionen geimpft
Nächster ArtikelKochkurs für Männer lockte: „Saarländisch gut gess“ für Anfänger

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.