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700.000 Euro erhält die Stadt Homburg vom Bund, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten. Was mit dem Geld im Detail passieren soll, wird derzeit noch vom Stadtmarketing erarbeitet. Für die Eckpunkte des Programms gab der Stadtrat nun aber schon mal grünes Licht. 

Nach langen Monaten der Pandemie, während denen in der Innenstadt kaum etwas los war, könnte bald wieder mehr gesellschaftliches Treiben rund um Christian-Weber-Platz und Talstraße einsetzen. Das jedoch nicht nur durch die Aufhebung der diversen Corona-Einschränkungen. Sondern auch durch verschiedene Maßnahmen, die derzeit vom Stadtmarketing geplant werden.

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Denn im Rahmen des Bundesförderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ erhält Homburg 700.000 Euro, um die City fit für die Zukunft zu machen. „Durch den digitalen Handel haben es die Einzelhändler vor Ort schwer. Da muss man gegensteuern“, erklärt Bürgermeister Michael Forster in einem Pressegespräch, wieso sich die Stadt im vergangenen Jahr für das Programm beworben hatte. Erste Begehungen mit Vertretern der Verwaltung und Gewerbetreibenden haben bereits stattgefunden, Ergebnis ist ein erster Maßnahmenkatalog, den der Stadtrat nun beschlossen hat.

Beim Blick auf die einzelnen Punkte wird deutlich, dass die Verantwortlichen die Zukunft der Innenstadt nicht zuletzt in der Digitalisierung sehen. So ist eine Digitale Markthalle vorgesehen, in deren Rahmen E-Commerce-Händler in die Stadt geholt werden sollen. Dazu ist geplant, ein Ladenlokal anzumieten, wie die Stadt auf Anfrage mitteilt. Darüber hinaus möchte die Stadt Gewerbetreibende und Dienstleister bei der Digitalisierung unterstützen.

Doch nicht nur auf digitaler Ebene soll die Innenstadt weiterentwickelt werden. Auch im Stadtbild selbst soll sich was ändern, vor allem rund um den Christian-Weber-Platz. Geplant ist laut Stadtratsbeschluss, diesen mit „temporären und mobilen Maßnahmen“ zu attraktivieren. Was das konkret heißen kann, wird derzeit noch erarbeitet. „Grundsätzlich sollen es Maßnahmen sein, die die Aufenthaltsqualität in der Stadt steigern“, teilt man auf HOMBURG1-Anfrage mit.

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Diese Zielsetzung verfolgt auch der Vorschlag, die St. Michael-Straße und den Ilmenauer Platz mit temporären Maßnahmen zu bespielen. Ebenso wie beim Christian-Weber-Platz wird diesbezüglich derzeit ein Konzept entwickelt. Der Grundgedanke ist, die St. Michael-Straße als Verbindung zwischen der Talstraße und der Altstadt herauszustellen, um so Besucher in den jeweils anderen Bereich zu locken. Es solle laut Stadt „sichtbar gemacht werden, dass es in den weiteren Bereichen lohnende Ziele gibt. Dies soll optisch erkennbar werden.“

Wichtig ist den Verantwortlichen spürbar, solche Maßnahmen im Dialog mit den Betroffenen voranzutreiben. So steht die Entwicklung eines Innenstadtbeirates genauso auf dem Programm wie ein Bürgerdialog zur Innenstadtgestaltung. Auch auf HOMBURG1-Anfrage betont man von Seiten der Stadt, dass es bei dem Programm generell darum gehe, „gemeinsam etwas zu unternehmen.“ Das ist auch der Grundgedanke hinter dem geplanten „Business Improvement District“. Dazu treten in einem räumlich klar umrissenen Bereich Grundeigentümer und Gewerbetreibende ins Gespräch, um gemeinsam die Standortqualität zu verbessern. Die entsprechenden Maßnahmen werden schließlich mit einer „selbst auferlegten und zeitlich befristet erhobenen Abgabe finanziert“, wie die Stadt erläutert.

Bevor es jedoch soweit ist, muss das Konzept noch vom Bund genehmigt werden. Von Seiten des Stadtrats wurde dafür alles getan: Er bewilligte nicht nur das Maßnahmenbündel, sondern auch den Eigenanteil von 70.000 Euro, den die Stadt zur Implementierung des Programms leisten muss. Sobald der positive Entscheid vom Bund da ist, soll es dann auch losgehen. Bürgermeister Forster freut sich darauf. „Es werden spannende Zeiten für die Innenstadt.“

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