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Kinder und Jugendliche zu sozial und ökologisch nachhaltigem Denken und Handeln zu befähigen, soll an saarländischen Schulen im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Dazu wird nun das neue „Basiscurriculum  Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ strukturell in den Lehrplänen verankert.

Was hat mein Kaffee am Morgen oder die Schokolade zur Lieblingsserie mit dem Leben eines Kindes in Südamerika zu tun? Warum könnte mein Schulweg im Auto meiner Eltern Menschen auf den Seychellen zu Flüchtlingen machen? Was hat mein Burger im Schnellrestaurant mit Temperaturrekorden der letzten Sommer zu tun?

Diese Zusammenhänge erkennen und daraus nachhaltiges Handeln ableiten, das sollen Schüler im Saarland zukünftig im Unterricht lernen. Deshalb haben seit Frühjahr 2019 Experten aus dem Ministerium für Bildung und Kultur (MBK) und dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) zusammen mit Akteuren aus der Zivilgesellschaft wie beispielsweise dem Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland gemeinsam mit Lehrkräften saarländischer Schulen daran gearbeitet, Bildung für Nachhaltigen Entwicklung in fächerübergreifend in den Lehrplänen zu verankern. Dies geschieht nun mit dem Basiscurriculum BNE.

BNE ist bereits fester Bestandteil in bestehenden saarländischen Schulkonzepten und Fachlehrplänen (zum Beispiel bei der Zertifizierung als „Schule der Nachhaltigkeit“). Grundlage bilden die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Was an vielen Schulen bereits umgesetzt wird, wird nun mit dem Basiscurriculum systematisiert, vervollständigt und kohärent aufeinander abgestimmt. Ziel ist eine umfassende Unterrichts- und Schulentwicklung an allen saarländischen Schulen. Dazu soll mit Hilfe der aktiven Lehrplankommissionen der Fächer, bzw. der Landesfachkonferenzen geprüft werden, welche Kompetenzen des Basiscurriculums bereits in den gültigen Fachlehrplänen ausgewiesen sind und welche noch aufgenommen werden müssen.

Auf dieser Grundlage werden anschließend die Bereiche in den Fachlehrplänen ermittelt, in denen Handlungsbedarf hinsichtlich der Bildung für Nachhaltige Entwicklung besteht. Bei zukünftigen Lehrplanüberarbeitungen können dadurch gezielt Kompetenzen des Basiscurriculums dort eingebracht werden.

„Wir leben in einer Welt voller Gegensätze. Krieg und Frieden, bittere Armut und großer Reichtum, Verschwendung, Hunger und Umweltzerstörung liegen oft nah beieinander. Sozial und ökologisch nachhaltig zu handeln, ist wichtig, um viele Probleme dieser Welt zu lösen. Deshalb wird Bildung für Nachhaltige Entwicklung in unseren Schulen zum festen Bestandteil der Lehrpläne. Mit dem Basiscurriculum BNE wird sie strukturell verankert und schulformübergreifend in allen Fächern abgebildet. Es geht darum, Schüler dazu zu befähigen, mit ihrem eigenen Handeln aktiv zu einer sozial gerechteren und ökologisch nachhaltigeren Welt beizutragen“, so Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot.

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