Die Schlossberg-Homburg GmbH will die bestehende Terrasse neu bauen und erweitern. Der bisherige offene Zugangsweg zu den Höhlen wird dann überdacht sein. - Foto: Rosemarie Kappler

Dass sich im Vorgriff der touristischen Gesamt-Aufwertung des Schlossberges möglicherweise schon etwas in Sachen Attraktivierung tun wird, zeigte sich in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses.

Dort präsentierte Corinna Welsch, Assistenz der Geschäftsführung der Schlossberg-Homburg GmbH, ein Bauvorhaben, an dessen Ende das traditionsreiche Hotel auf dem Homburger Hausberg über eine komplett neue Restaurantterasse mit Aussichtsplattform verfügen wird, die mehr Menschen als bislang zum Verweilen einladen soll. Auf Grund des Alters und des baulichen Zustandes müsse die derzeitige Terrasse in Gänze neu errichtet werden, machten Welsch und Mitarbeiter in der Sitzung deutlich.

Beabsichtigt sei ein größerer Neubau mit Markise, der barrierefrei betreten werden kann. Die in direkter Nachbarschaft verlaufende Zuwegung zu den Höhlen soll dabei teilweise überbaut werden. Weil die Zuwegung samt Stützmauern wie auch die Terrasse auf mehrere Eigentumsflächen verteilt sind und weil die umliegenden städtischen Grundstücke innerhalb eines Landschaftsschutzgebietes (Pflegezone der Pflegezone der Biosphäre Bliesgau), müssen noch zahlreiche Gespräche mit Fachbehörden geführt werden. Der Bauausschuss jedenfall befürwortete das Projekt erst einmal, nachdem Welsch die Bedenken des Grüne-Mitgliedes Winfried Anslinger zerstreuen konnte, der befürchtete, dass eine Art Wintergarten entstehten könnte, der das Hotel baulich erweitert. Anregungen von Peter Fuchs (CDU) wurden angenommen, der darauf hinwies, dass der überdachte Wegebereich über eine entsprechende Höhe und eine gute Beleuchtung verfügen müsse um keine Engegefühle entstehen zu lassen.

Planskizze Neubau Aussichtsterrasse Schlossberghotel Homburg – Quelle: Bürgerinformationssystem der Stadt Homburg

Eine bauliche Aufwertung könnte es im Bereich Untere Allee/Kirrberger Straße geben, wenn die Bauaufsichtsbehörde ein Projekt des Architektenbüros Prof. Rollmann für genehmigungsfähig erachtet. Anstelle des markanten Gebäudes der früheren Bäckerei Schäfer könnte ein Gebäude entstehen, das über insgesamt 19 Wohneinheiten mit Größen zwischen 40 und 170 Quadratmeter verfügt. Ebenso sollen drei Gewerbeeinheiten mit einer Größe zwischen 50 und 100 Quadratmeter entstehen. Der Baukörper des als „Vorstadt Quartier“ bezeichneten Projektes nimmt zwar optisch Bezug auf das frühere Erscheinungsbild, wird aber höher sein. Mangels bislang noch nicht vorgelegter konkreter Baupläne geht die Baubehörde zurzeit davon aus, dass sich das Gebäude nicht in die Umgebung einfügt. Im Ausschuss machte Mirco Rollmann deutlich, dass man die gesamte bauliche Umgebung als Häusergruppe betrachten müsse, in der eine Lücke geschlossen werde. Im Sinne einer innerstädtischen Nachverdichtung hält die Baubehörde das Vorhaben prinzipiell als sinnvoll. Die ersten architektonischen Skizzen sorgten auch im Bauausschuss für eine positive Haltung, weil das Gebäude einen städtebaulichen Akzent setze. Baurechtliche Fragen könnten aber erst auf der Basis weiterer Planungsunterlagen beantwortet werden, erklärte Bauamtschef Frank Missy.

Grünes Licht gab der Bauausschuss ferner für ein Wohnhaus in der Karlstraße. Auf dem Parkplatz gegenüber des Discounters plant Investor Christian Streithoff ein Gebäude das über insgesamt 17 Wohneinheiten verfügen soll. Davon besitzen zehn Wohneinheiten weniger als 70 m² Wohnfläche. Sie seien für Studenten und Singles vorgesehen. Die kleinen Wohnungen sind laut Bauherr aus Platzgründen nicht für Zweipersonenhaushalte geeignet und werden auch nicht als solche vermietet. Seitens der Grüne wurde eine ausreichende Zahl an Parkplätzen und Fahrradabstellmöglichkeiten angemahnt.

Die Projekte können nun ihren Weg durch die weiteren Instanzen gehen.

 

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