Die letzten Hitzesommer haben die Dramatik des Klimawandels deutlich vor Augen geführt. Quellen sind versiegt, Bäche trockneten aus, Wälder sterben ab. Auch die Landwirtschaft erzielte verminderte Erträge.

In Homburg zeigt sich die Problematik an vielen Stellen: großflächige Schäden durch Borkenkäfer, absterbende Fichtenbestände, trocken gefallene Wasserläufe. Vor allem Fische Amphibien und Pflanzen, die auf feuchte Standorte angewiesen sind, verloren ihre Lebensräume.

Dazu der NABU Homburg:

„Wenn nun künftig im Taubental, an der Grenze unserer Gemarkung, in großem Stil Grundwasser entnommen würde, muss mit einer Verschärfung der Situation gerechnet werden. Auch wenn in großer Tiefe abgepumpt wird, hätte dies Auswirkungen auf die Oberfläche. Das fehlende Wasser würde durch die oberen Erdschichten nach unten nachsickern. Die Landschaft würde noch mehr austrocknen. Nicht nur in heißen Sommern, auch in „normalen“ Jahren und zu anderen Jahreszeiten würde sich das auf großen Flächen bemerkbar machen.

Aktivitäten, die geeignet sind, die Situation zu verschärfen, verbieten sich da eigentlich von selbst. Es wäre nicht allein im Interesse des Naturschutzes, sondern auch im Interesse des potentiellen Antragstellers, wenn die zuständigen Behörden diesem Projekt von vornherein keine Genehmigung in Aussicht stellten.

Ohnehin erhebt sich die Frage nach dem Sinn des ganzen Geschäftsmodells: Die deutsche Trinkwasserverordnung ist weltweit eine der strengsten. Unser Leitungswasser weist häufig höhere Qualität auf als Mineralwasser aus dem Getränkeregal. Das Taubental liegt über demselben Grundwasserkörper wie unsere Homburger Brunnen. Während 1000 Liter aus dem Wasserhahn bei uns 1,86 € kosten, zahlt der Kunde bei einem Discounter für die gleiche Menge desselben Wassers, abgefüllt in Plastikflaschen, 130.- €.“

 

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