Foto: Yannik Seyfried

Tolle Musik, Sonnenschein und ein wundervolles historisches Ambiente – der Homburger Musiksommer lockte vor der Pandemie Jahr für Jahr Menschen aus nah und fern auf den Marktplatz. Nun geht es nach zwei Jahren Zwangspause endlich wieder los. Was die Besucher erwartet haben uns die beiden Hauptverantwortlichen verraten.

Der 21. Mai wird für Homburg ein besonderer Tag. Denn dann gibt es wieder Jazz der Spitzenklasse auf dem Historischen Marktplatz zu hören. Nach zwei Jahren Zwangspause startet nämlich der Musiksommer in eine neue Saison. Gerade bei schönem Wetter füllen sich dann die Bänke vor der kleinen Bühne am Rathaus mit Musikfans. Ein Anblick, den man nun schon lange nicht mehr gesehen hat.

Die beiden Organisatoren hoffen natürlich, dass die Veranstaltungsreihe an die Erfolge aus den früheren Ausgaben anknüpfen. Doch zu 100% traut Norbert Zimmer vom Kulturamt der Sache noch nicht über den Weg. Vielleicht lassen sich die Menschen ja doch noch vor dem allseits bekannten Virus abschrecken? „Ich bin gespannt auf das Feedback der Leute und werde mit Argusaugen beobachten, wie voll der Platz wird.“

Zumindest Abstandsbeschränkungen werden das (vorerst) nicht verhindern. „Der Marktplatz ist groß, wir können uns nach hinten ausdehnen und außerdem ist es ja eine Freiluftveranstaltung“, erklärt der städtische Kulltur-Beigeordnete Raimund Konrad, wieso die Besucher die Musik ganz ohne Beschränkungen genießen können.

Und zum Genießen gibt es genug, gerade beim Jazzfrühschoppen, das wie immer am Samstagmorgen stattfindet. „Wir haben da wirklich das Who is Who der Jazz-Musik zusammengetragen“, freut sich Konrad. So wird es an den Sommer-Samstagen in Homburg international. Unter anderem aus Tschechien, Paris und den Niederlanden kommen die Künstler. Den Anfang macht am 21. Mai „The Pasadena Roof Orchestra“ aus London. „Das ist ein gigantisches Orchester“, so Konrad.

Organisieren den Homburger Musiksommer: der Kultur-Beigeordneter der Stadt Raimund Konrad und Norbert Zimmer vom städtischen Kulturamt. Bild: Bill Titze

Doch wer den Musiksommer kennt, der weiß, dass dieser nicht nur aus dem Jazzfrühschoppen besteht. Denn am Freitagabend heißt es wie immer Queerbeat. Bands aus verschiedenen Musikrichtungen kapern dann die Bühne und sorgen für Stimmung. Zimmer freut sich dabei besonders auf den Auftritt der Band „Bazurto All Stars“ am 24. Juni. Die Gruppe kommt aus Kolumbien und spielt Rock- und Popmusik aus ihrer Heimat. „Wenn da schönes Wetter ist, gibt es ein richtig karibisches Feeling.“ Insgesamt wird es bis zum 10. September 28 Veranstaltungen geben.

Dass es ein solch großes Programm in Homburg überhaupt geben kann, liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Sponsoren dem Musiksommer über die zwei Corona-Jahre die Stange gehalten haben. Und nicht nur das. „Wir haben sogar Sponsoren dazugewonnen“, verrät Konrad. „Wir sind ihnen und der Stadt schon sehr dankbar, dass sie uns so stark unter die Arme greifen.“ So ist der städtische Zuschuss trotz der Corona-Lage nicht gekürzt worden und liegt weiter bei 60.000 Euro. Aber natürlich gehen die aktuellen Preisentwicklungen auch am Musiksommer nicht vorbei. Beim ganzen Drumherum merke man schon, dass es teurer werde. Eintrittspreise schließt Konrad jedoch auch für die Zukunft aus. „Das liegt uns fern.“

Für die Besucher bleibt der Musiksommer also ein kostenfreies Spektakel. Ein Spektakel, auf das in der Stadt schon fleißig hingefiebert wird, wie Zimmer versichert. „Mein ganzes Umfeld ist schon euphorisch und ich bin auch schon hibbelig.“ Viel Geduld braucht man nicht mehr aufzubringen, schließlich geht es schon bald los. Wenn es nach Zimmer geht, wird von Corona auf dem Marktplatz dann nichts mehr zu spüren sein. „Es soll genauso eine Party für alle Menschen werden, wie die ganzen Jahre zuvor.“

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