V.l.n.r. Cliff Hämmerle, Verena Sierra und Michael Koch - Foto: Stephan Bonaventura
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Das Siebenpfeifferhaus in Homburg war am Montagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Mehr als zweihundert Gäste wollten dabei sein, als Saarlands bekannter Sternekoch Cliff Hämmerle, Moderatorin Verena Sierra und Michael „Michel“ Koch ihre Erfolgsreihe Mit Herz am Herd im Rahmen des Lesefestes „HomBuch“ auf die Bühne brachten. Schon nach wenigen Minuten war klar: Dieses Heimspiel würde ein kurzweiliger, nahbarer und sehr humorvoller Abend werden.

Veranstalter Hans-Joachim Burgardt eröffnete den Abend mit dem Motto „Besondere Begegnungen“ und traf damit genau ins Schwarze. Denn was folgte, war weniger eine klassische Lesung als vielmehr ein überaus lebendiges Gespräch, das die Fernsehküche ins Siebenpfeifferhaus holte. Cliff Hämmerle sprach über den Weg der SR-Sendung, die längst Kultstatus erreicht hat, und darüber, warum Mit Herz am Herd seit über zehn Jahren so erfolgreich ist. Die Antwort liegt einfach gesagt in der Mischung: ehrliche Rezepte, tolle Drehorte und die Chemie zwischen den dreien. Verena Sierra führt charmant durchs Programm, Hämmerle bleibt der ruhige Kopf – und Michel Koch sorgt mit seinem Humor dafür, dass kein Abend ohne Lacher bleibt.

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Volles Haus an diesem Abend im Siebenpfeifferhaus – Foto: Stephan Bonaventura

Spannend ging es direkt mit der Rückblende auf die Anfänge los. Kein klassisches Casting, keine Marketingidee – sondern ein Kochkurs mit Hämmerles Laufgruppe. „Wir wollten unseren Frauen einmal etwas Gutes tun und haben uns an den Herd gestellt“, erzählte Hämmerle. Was dann passierte, war eher ein ausgelassener Abend als eine Lehrstunde: Es wurde gewitzelt, gelacht und improvisiert. Mitten im Geschehen saß eine Redakteurin des Saarländischen Rundfunks, die genau hinsah. Sie erkannte: Diese Mischung aus Kochhandwerk, Spontanität und Humor hat Fernsehen-Potenzial. Wenige Monate später kam der Anruf für einen Piloten – und aus dem Kochkurs wurde eine Erfolgsgeschichte.

Natürlich drehte sich vieles um die Gerichte, die längst zum Markenzeichen der Sendung geworden sind. Allen voran die Geheirade, die von Anfang an dabei waren und bis heute am meisten nachgefragt werden. So beliebt, dass sogar Astronaut Matthias Maurer sie symbolisch mit ins Weltall nahm. „Das war unser weitestes Catering“, lachte Hämmerle.

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Foto: Stephan Bonaventura

Ein zweiter Publikumsliebling ist die Eierschmier. Ein Rezept, das viele junge Helfer am Set zunächst gar nicht kannten. Heute gehört es zu den beliebtesten Gerichten der Serie. „So einfach, so bodenständig – und trotzdem ein Stück kulinarische Identität“, sagte Hämmerle. Die Eierschmier steht für das, was die Sendung ausmacht: Gerichte, die Erinnerungen wachrufen und dabei neu entdeckt werden.

Dass an diesem Abend so viel gelacht wurde, lag nicht zuletzt an Michael Koch. Seine Anekdoten aus dem Alltag sind längst Kult. Im Siebenpfeifferhaus erzählte er von einem Erlebnis im Outlet-Center, wo ihn eine Frau erkannte und lachend bemerkte, dass Hämmerle ihm im Fernsehen „immer das schlechteste Werkzeug“ gebe. „Die wollte mir direkt neue Töpfe kaufen“, sagte Michel – und der Saal bog sich vor Lachen. Genau solche Geschichten, kombiniert mit kleinen Ausrutschern beim Schälen einer Mango oder ausgedehnten Viez-Verkostungen nur wenige Minuten vor Aufzeichnungsbeginn, sind es, die den Charakter der Sendung prägen. Sie machen deutlich: Hier geht es nicht um Perfektion, sondern um Nähe, Authentizität und Freude am Kochen – von der ersten bis zur letzten Minute.

Foto: Stephan Bonaventura

Auch ein Blick hinter die Kulissen durfte nicht fehlen. Gedreht wird ausschließlich draußen – egal ob bei 38 Grad im Sommer oder bei klirrender Kälte im Winter. Gewitter, fast fliegende Zelte und improvisierte Wärmesohlen gehören genauso dazu wie Sonnencreme und Regenschutz. Die Drehorte sind dabei nicht nur einfach Kulisse: Sie zeigen das Saarland von seinen schönsten Seiten und sind für viele, die nicht mehr hier leben, ein Stück Heimat auf dem Bildschirm.

Mit ihrer lockeren Art steuerte Verena Sierra durch den Abend, griff Pointen auf, stellte die richtigen Fragen und hielt den roten Faden, während Cliff und Michael sich humorvoll die Bälle zuspielten. Nach zwei Stunden voller Geschichten, Rezepte und Lacher endete das Bühnenprogramm – doch der Abend war damit noch lange nicht vorbei. Vera Backes vom Hauptsponsor Dr. Theiss Naturwaren überreichte den drei Protagonisten kleine Präsente, bevor die drei noch eine Autogrammstunde gaben, die von den Besuchern rege genutzt wurde.

Michael Koch wie immer gut gelaunt bei der Autogrammstunde – Foto: Stephan Bonaventura
Foto: Stephan Bonaventura

Anschließend lud die HomBuch gemeinsam mit der Gastronomie Vin!oh am Marktplatz zu Pinsa und Wein ein. Ein charmanter Zug, der perfekt zum Thema des Abends passte und zeigte, wie sehr Veranstalter und Sponsoren darauf bedacht sind, den Gästen nicht nur ein Programm, sondern eine rundum gelungene Zeit zu schenken.

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Das HomBuch-Heimspiel mit Cliff Hämmerle hat final gesagt so richtig Laune gemacht. Es war ein erinnerungswürdiger Abend, der sowohl Humor, als auch Kulinarik und Heimatgefühl miteinander verband – mit Rezepten, die Geschichten erzählen, und Geschichten, die Lust aufs Nachkochen machen. HomBuch, das war mal wirklich lecker!

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