Wer 2025 in Homburg einen neuen Ausweis brauchte, umgezogen ist oder ein Führungszeugnis beantragt hat, hatte fast immer mit derselben Adresse zu tun: dem Bürgeramt der Kreisstadt. Die jetzt vorliegende Jahresbilanz zeigt, wie stark die Anlaufstelle genutzt wird – und wie sehr sich die Abläufe durch digitale Angebote verändern.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 15.326 Termine online gebucht und anschließend im Bürgeramt bearbeitet. Zusätzlich kamen 5.243 Ticketvorgänge vor Ort hinzu, also spontane Anliegen ohne vorherige Terminreservierung. Rund 8.000 Dokumente und Führerscheine gaben die Mitarbeitenden außerdem ohne Terminvereinbarung aus. Parallel dazu lief ein großer Teil der Kommunikation per Mail: knapp 5.000 E-Mails von Bürgerinnen und Bürgern wurden 2025 beantwortet.
Besonders gefragt blieben klassische Dokumente. Das Bürgeramt stellte 3.652 Personalausweise und 2.265 Reisepässe aus, ergänzt durch eine Reihe vorläufiger Ausweispapiere. Etwa 1.700 Meldebescheinigungen wurden von der Beantragung bis zur Ausstellung bearbeitet. Auch der Bedarf an behördlichen Nachweisen war hoch: 3.232 Führungszeugnisse wurden beantragt und abgewickelt.
Zum Aufgabenspektrum gehörten darüber hinaus zahlreiche weitere Leistungen. So bearbeiteten die Mitarbeitenden 114 Verlängerungen von Fischereischeinen und stellten hunderte zusätzliche Nachweise aus. 369 Fundsachen wurden im Laufe des Jahres aufgenommen. Hinzu kamen viele Auskünfte und Eintragungen in Registern, etwa wenn sich persönliche Angaben änderten, zum Beispiel bei Namensgebungen oder beim Religionsstatus.
Die Zahlen spiegeln auch die Bewegung innerhalb der Stadt wider. Im Jahr 2025 zogen 2.855 Menschen nach Homburg, 2.646 Personen verließen die Stadt wieder. Zusätzlich wurden 2.206 Umzüge innerhalb des Stadtgebiets registriert. Jede dieser Veränderungen muss im Melderegister nachvollzogen werden und schlägt sich damit direkt im Arbeitsalltag des Bürgeramts nieder.
Eine immer größere Rolle spielt dabei die Digitalisierung. Die Online-Dienste des Bürgeramts, die unter dem Namen OLAV laufen, wurden 2025 insgesamt 6.643 Mal genutzt. Über diese Plattform können verschiedene Anträge und Services digital abgewickelt werden. Nach Angaben der Stadt tragen die Online-Angebote dazu bei, Wartezeiten zu verkürzen und die Mitarbeitenden im direkten Kundenkontakt zu entlasten.
Die Verwaltung will diesen Weg weitergehen. Der konsequente Ausbau digitaler Dienstleistungen soll Verwaltungswege vereinfachen und effizienter machen. Die Jahresbilanz zeigt damit nicht nur die hohe Bedeutung des Bürgeramts als zentrale Anlaufstelle für viele Lebenslagen, sondern auch einen laufenden Modernisierungsprozess, der auf bessere Servicequalität, gute Erreichbarkeit und erweiterte Online-Angebote zielt.




















