Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer begutachtet die neuen Fenster der Alten Baumwollspinnerei, die mittlerweile komplett eingebaut sind. — Foto: Florian Jung
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Zwischen Backsteinfassaden und Baugerüsten wächst in St. Ingbert derzeit ein Stück Stadtgeschichte in die Zukunft: Die Alte Baumwollspinnerei, lange ein stiller Zeuge der Industrievergangenheit, verwandelt sich Schritt für Schritt in ein modernes Verwaltungs- und Kulturzentrum. Die Sanierung liegt nach Angaben der Stadt im Zeitplan, viele zentrale Arbeiten sind bereits erledigt oder weit fortgeschritten.

Inzwischen sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen, ebenso der Einbau der neuen Fenster. Die Gebäudehülle ist damit geschlossen, was die weiteren Arbeiten im Inneren erleichtert. Da bereits ein Nahwärmeanschluss besteht, kann das Gebäude nachhaltig beheizt werden. Die Dachdeckerarbeiten sowie die Ertüchtigung des Stahltragwerks sind jeweils etwa zur Hälfte umgesetzt. Der Stahlbau der Technikzentrale startete Ende 2025, parallel dazu haben Mitte Dezember die Innenputz- und Trockenbauarbeiten begonnen.

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Auch an vielen Details der historischen Substanz ist der Fortschritt deutlich sichtbar. Die Betonsanierung ist abgeschlossen, ebenso die Sanierung und der Wiedereinbau der historischen Fenster. An der Außenfassade wurden Mauerwerk und Kamin instandgesetzt, diese Arbeiten sind laut Stadt beendet. Das Gerüst rund um den Kamin konnte bereits zurückgebaut werden, ein sichtbares Zeichen dafür, dass ein weiterer Bauabschnitt abgeschlossen ist.

Für das laufende Jahr sind weitere wichtige Schritte vorgesehen. Am Ostgiebel soll das Gerüst abgebaut werden, zudem steht die Fertigstellung der neuen Aufzugsschächte mit den Durchgängen zum ehemaligen Kohlenbunker an. Im Inneren beginnen die Elektroinstallationen sowie die Arbeiten an der technischen Gebäudeausrüstung, also an Heizung, Kälte, Sanitär und Lüftung. Erste Maßnahmen an den Außenanlagen sollen – abhängig von der Witterung – ebenfalls in Kürze starten.

Nach Angaben der Stadt bleibt das Projekt mit dem aktuellen Baufortschritt im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen. Parallel zur eigentlichen Sanierung laufen bereits die organisatorischen Vorbereitungen für die künftige Nutzung. Die Stadtverwaltung St. Ingbert plant ihren Umzug in das neue Verwaltungsgebäude und bereitet die internen Abläufe für den Standortwechsel vor. Gleichzeitig wird die Ausstellungsgestaltung des Albert-Weisgerber-Museums im Detail entwickelt.

Mit jedem abgeschlossenen Bauabschnitt nähert sich die Alte Baumwollspinnerei ihrer neuen Rolle an. Das historische Industriedenkmal soll künftig Kunst, Verwaltung und öffentliche Nutzung unter einem Dach vereinen und damit einen neuen Ort der Begegnung in St. Ingbert schaffen. Die laufenden Arbeiten markieren den Übergang von der reinen Bausanierung hin zur konkreten Vorbereitung des späteren Betriebs – ein Prozess, der nach und nach sichtbar macht, wie das Gebäude künftig genutzt werden soll.

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