Foto: Martin Kaufhold
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Zwei der bedeutendsten Dramatikerinnen unserer Zeit stehen zum Auftakt der neuen Schauspiel-Spielzeit des Saarländischen Staatstheaters im Fokus. Unter der Regie von Philipp Preuss werden Sarah Kanes Stück „Gier“ und Elfriede Jelineks „Sonne“ in der Alten Feuerwache in Saarbrücken an einem Abend präsentiert.

In „Gier“ begegnen vier Stimmen einander, die im Text lediglich mit Buchstaben bezeichnet sind. Ihre Geschichten scheinen miteinander verwoben, Spuren von Verletzungen, Enttäuschungen und familiären Konflikten werden sichtbar. Gleichzeitig zieht sich die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit wie ein roter Faden durch den Text – und die Hoffnung auf Befreiung.

Elfriede Jelinek verleiht in „Sonne“ dem Himmelskörper eine Stimme. Mit ironischem Unterton und beißendem Sarkasmus hält sie der Menschheit den Spiegel vor, die ihren Lebensraum Erde und damit sich selbst zerstört. Als Gegenpol zur Sehnsucht nach Licht in Kanes Stück erscheint die Sonne hier als humorvolles, zugleich anklagendes Wesen, das ein letztes Mal von der Zerstörung erzählt.

Philipp Preuss, der zuletzt Borcherts „Draußen vor der Tür“ eindrucksvoll in Szene setzte, inszeniert den Abend. Für Bühne, Kostüme, Musik, Video und Licht zeichnet ein großes Team verantwortlich. Auf der Bühne stehen unter anderem Verena Bukal, Christiane Motter, Gaby Pochert, Lea Ostrovskiy, Jan Hutter, Sébastien Jacobi und Jonathan Lutz.

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Premiere ist am Samstag, 13. September, um 19.30 Uhr in der Alten Feuerwache Saarbrücken. Weitere Aufführungen folgen bis Dezember, unter anderem am 19. und 26. September, 2., 5., 10., 14., 19. und 25. Oktober, am 22. November sowie am 5., 10. und 13. Dezember. Karten sind an der Vorverkaufskasse am Schillerplatz erhältlich.

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