In Piesbach, einem Ortsteil der Gemeinde Nalbach im Landkreis Saarlouis, haben die Bauarbeiten für eine neue Kindertagesstätte begonnen. Der symbolische Spatenstich am 13. Mai markiert den Startschuss für ein Projekt, das 165 Kindern Platz bieten soll – und das mit rund 8,9 Millionen Euro zu den größten Investitionen in die frühkindliche Bildung in der Region zählt. Die bisherige katholische Kita „St. Johannes“ wird durch einen modernen Ersatzneubau abgelöst, der den gestiegenen Anforderungen an Betreuung und Pädagogik gerecht werden soll.
Bürgermeister Jörg Laub machte bei der Zeremonie deutlich, welche Bedeutung er dem Vorhaben beimisst: „Wir stechen nicht nur symbolisch einen Spaten in die Erde, sondern wir setzen damit das Fundament für die Zukunft unserer Kinder.“ Was hier entstehe, sei kein gewöhnliches Gebäude, sondern „Platz für acht Gruppen voller Leben, Neugier, Spaß und Lachen“. Er bezeichnete das Projekt als klares Bekenntnis zu einer wachsenden, familienfreundlichen Gemeinde, die dort investiere, wo es am wichtigsten sei – bei den Kleinsten.
Konkret sind 137 Kindergartenplätze und 28 Krippenplätze vorgesehen, verteilt auf zwei Krippengruppen, eine altersgemischte Gruppe und fünf Regelgruppen. Bis zu 25 Mitarbeitende sollen künftig in der Einrichtung tätig sein. Bildungsstaatssekretärin Jessica Heide unterstrich, dass Bildung lange vor dem ersten Schultag beginne: „In der Kita entdecken Kinder die Welt, knüpfen ihre ersten Freundschaften und entwickeln Vertrauen in sich selbst und ihre Fähigkeiten.“ Mit dem Anspruch, Bildung beitragsfrei, qualitativ hochwertig und flächendeckend auszubauen, schaffe man gleiche Chancen für alle Kinder – unabhängig von Herkunft oder Lebenssituation ihrer Familien.
Das pädagogische Konzept der neuen Kita setzt auf Partizipation und Naturraumpädagogik. Ein naturnah gestaltetes Außengelände mit einem separaten Bereich für die Krippenkinder gehört ebenso zum Entwurf wie direkte Zugänge aus den Gruppenräumen ins Freie. Ergänzt wird das Raumkonzept durch Gemeinschafts-, Spiel- und Mehrzweckräume, die flexibel für Betreuung, Bewegung und gemeinsames Lernen genutzt werden können. Gebaut wird eingeschossig in Massivbauweise, ausgestattet mit moderner Wärmedämmung und zeitgemäßer Haustechnik – Nachhaltigkeit ist also nicht nur pädagogisch, sondern auch baulich ein Leitgedanke.
Finanziert wird das Vorhaben aus mehreren Quellen. Bund und Land fördern die Maßnahme voraussichtlich mit bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten. Die Mittel stammen unter anderem aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes, aus dem dem Saarland insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Investitionsprogramms „Aufbruch Saarland“ treibt das Land mit dem sogenannten Kita-Turbo den bedarfsgerechten Ausbau von Betreuungsplätzen voran – durch Neubauten, Erweiterungen und innovative Bauweisen wie die Modulbauweise.
Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Kita in Piesbach ist derzeit für Juni 2027 geplant. Für die Gemeinde Nalbach bedeutet das Projekt nicht nur eine deutliche Verbesserung der Betreuungsinfrastruktur, sondern auch ein Signal an junge Familien: Hier wird in die Zukunft investiert. Ob der ambitionierte Zeitplan gehalten werden kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen – der erste Spatenstich jedenfalls ist getan.






















