two women using laptops
Symbolbild
Anzeige

Soll das schon alles gewesen sein? Diese Frage stellen sich viele Menschen, insbesondere in der Lebensmitte. Oft ist man unzufrieden mit der Situation am Arbeitsplatz, wo sich eine langweilige Routine eingestellt hat. Oder man fühlt sich unterbezahlt, nicht richtig anerkannt oder auch in seiner Arbeit wahrgenommen, hat weiterreichende Ziele, ohne zu wissen, wie diese zu erreichen wären.

In der Beratung sind diese Themen so oft aufgetaucht, dass sich Birgit Rudolf, die Leiterin des Frauenbüros des Saarpfalz-Kreises vor zwanzig Jahren überlegt hat, wie sie hier Abhilfe schaffen kann. Nach zahlreichen Gesprächen und bundesweiten Recherchen fasste sie schließlich den Beschluss, ein eigenes Programm zu entwickeln.

2003 ging dann der erste Mentoring-Prozess an den Start mit einem flexiblen Konzept, das sich auf verschiedene Lebenssituationen anwenden lässt: Es eignet sich ebenso für Frauen, die nach der Familienphase in den Beruf zurückkehren wollen, wie für Berufsanfängerinnen, die erst eine Orientierung benötigen. Auch diejenigen, die im Haupt- oder Nebenjob eine Existenzgründung erwägen, einen beruflichen Aufstieg bzw. eine Neuorientierung planen, erhalten im Mentoring die nötige Unterstützung. Dies geschieht über erfahrene Mentoren, die die Teilnehmerinnen des Programms begleiten und kollegial beraten. Hinzu kommen Veranstaltungen zum Netzwerken sowie Seminare und Vorträge zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. All dies zusammengenommen führt dazu, dass Frauen sich ihrer Fähigkeiten bewusster werden, ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen erweitern und Kontakte aufbauen, die ihnen einen erfolgreichen Berufsweg erleichtern.

In Kooperation mit der Agentur für Arbeit Saarland, dem Jobcenter des Saarpfalz-Kreises und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz widmet sich das Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises nun schon seit zwanzig Jahren diesem erfolgversprechenden Konzept, das aus Landesmitteln und durch den Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Weit über 250 Frauen aus dem ganzen Saarland und der angrenzenden Pfalz haben bisher das Angebot genutzt und konnten ihre Situation im Beruf und Privatleben vielfach nachhaltig verbessern.

Das Mentoring wird im Rahmen des Projekts Koordinierungsstelle Frau & Beruf durchgeführt, das aufgrund seiner Erfolge auf Betreiben der Landesregierung mittlerweile vom Saarpfalz-Kreis aus auf das gesamte Saarland ausgeweitet wurde. Da es auch für Unternehmen ein wirksames Instrument der Personalentwicklung sein kann, unterstützen die Stadt- wie auch der Kreisverwaltung in jedem Durchlauf zwei förderungsfähige Mitarbeiterinnen bei der Teilnahme. Dr. Theophil Gallo, Landrat des Saarpfalz-Kreises, ist sehr froh darüber, eine solche Maßnahme in seiner Verwaltung zu wissen und befürwortet ausdrücklich die Inanspruchnahme: „Mit dem Mentoring-Programm unterstützen wir Frauen bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung.“

Der nächste Mentoring-Prozess startet am 7. Februar mit einer Auftaktveranstaltung für die Mentees. Eine Infoveranstaltung für Frauen, die sich für den Mentoring-Prozess interessieren, findet am Donnerstag, 19. Januar um 17.30 Uhr im FrauenForum am Scheffelplatz 1 in Homburg statt. Anmeldung und weitere Infos unter frauenbuero@saarpfalz-kreis.de oder telefonisch unter 06841/104 7138.

Anzeige
Vorheriger ArtikelGesund ins neue Jahr mit dem Polizeitanzsportverein Saarland
Nächster ArtikelReform der EU-Fiskalregeln: Kommissionsvorschlag geht in richtige Richtung, entscheidend ist konkrete Ausgestaltung

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.