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Ein lachendes Gesicht sagt manchmal mehr als tausend Worte – zumindest in deutschen Chats. Emojis rund um Lachen und Freude sind in diesem Jahr die klaren Favoriten, wenn es darum geht, digitale Nachrichten mit Gefühl aufzuladen. Zwölf Prozent der Menschen, die Emojis verwenden, nennen diese Motive als ihre liebsten. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom hervor, die zum World Emoji Day am 17. Juli veröffentlicht wurde.

Hinter dem strahlenden Spitzenreiter folgt das Herz. Elf Prozent setzen bevorzugt auf Liebe und Zuneigung, während acht Prozent zu Gesten wie Daumen hoch, Klatschen oder Winken greifen. Auch Ironie und Sarkasmus haben ihren festen Platz im Repertoire und landen mit sieben Prozent auf dem vierten Rang. Die kleinen Bildzeichen sind längst mehr als Beiwerk, sie transportieren Stimmung dort, wo Worte allein zu nüchtern blieben.

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„Emojis zeigen, wie wir in Chats, Kurznachrichten und sozialen Medien Stimmung, Nähe oder auch Ironie ausdrücken“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology beim Bitkom. Die digitale Kommunikation sei in den vergangenen Jahren schneller, kürzer und informeller geworden, so Klöß, „aber sie soll trotzdem persönlich und emotional bleiben.“

Dass die bunten Symbole zum Alltag gehören, belegen die Zahlen deutlich. 89 Prozent greifen generell zu Emojis, 26 Prozent sogar in jeder einzelnen Nachricht, weitere 36 Prozent in der Mehrzahl ihrer Botschaften. Nur wenige verzichten fast völlig darauf. Besonders selbstverständlich fällt der Umgang der Jüngeren aus: Bei den 16- bis 29-Jährigen setzen 36 Prozent in jeder Nachricht ein Emoji, weitere 43 Prozent in den meisten. Unter den Menschen ab 65 Jahren liegen diese Werte spürbar niedriger, und gut jeder Vierte in dieser Altersgruppe verzichtet ganz.

Doch nicht jedes Symbol wird auf Anhieb verstanden. 43 Prozent der Befragten räumen ein, dass ihnen die Bedeutung einzelner Emojis nicht immer klar ist. Bei den über 75-Jährigen trifft das sogar auf mehr als die Hälfte zu. Während sich 41 Prozent über neue Motive freuen, sind 26 Prozent von der Bildersprache schlicht genervt. Und knapp vier von zehn finden, dass Emojis im Berufsleben nichts zu suchen haben.

Genau hier liegt für Klöß der entscheidende Punkt. „Emojis können Missverständnisse verhindern, oder auch neue schaffen“, erklärt der Experte. Ein lachendes Gesicht könne freundlich gemeint sein, ironisch wirken oder im falschen Zusammenhang unpassend erscheinen. Sein Rat für den Job: Emojis bewusst einsetzen und wichtige Botschaften klar ausformulieren.

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Grundlage der Ergebnisse ist eine telefonische Befragung von 1.004 Menschen ab 16 Jahren in Deutschland, die zwischen der 17. und 21. Kalenderwoche 2026 durchgeführt wurde. Die Umfrage gilt als repräsentativ und beleuchtet, wie fest die kleinen Zeichen inzwischen im Kommunikationsalltag verankert sind.

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