Bild: Daniel Batschak
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Die Notfallversorgung im Landkreis Neunkirchen steht vor einem tiefen Einschnitt. Ab dem 21. September wird am Kohlhof keine allgemeine Notfallversorgung für Erwachsene mehr angeboten. Für die CDU-Landtagsfraktion ist das ein Punkt, an dem kein Zweifel offenbleiben darf. „Bei einer solchen Umstellung darf es keinen Übergang mit Fragezeichen geben“, mahnt Alwin Theobald, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion.

Die geplante Änderung trifft nicht nur den Landkreis selbst, sondern die gesamte Region. Theobald stellt klar, dass eine Bündelung medizinischer Angebote durchaus ihren Sinn haben könne. Der entscheidende Maßstab liege jedoch woanders: Was an einem Standort wegfällt, müsse anderswo vom ersten Tag an vollständig aufgefangen werden. Ein schrittweiser Anlauf reiche im Notfall nicht.

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Im Zentrum steht dabei das Diakonie-Klinikum, das nach Angaben der Fraktion zusätzliche Kapazitäten und Personal aufgebaut hat. Allerdings sollen weitere Ärztinnen und Ärzte mit unfallchirurgischer und internistischer Expertise erst im Herbst hinzukommen. Genau hier setzt die Kritik an. Theobald fordert von Gesundheitsminister Jung transparente Zahlen: Mit wie vielen zusätzlichen Notfallpatienten wird gerechnet, und reichen die personellen wie räumlichen Kapazitäten ab dem Stichtag tatsächlich aus?

Ein weiterer Aspekt betrifft den Rettungsdienst, der von der Neuordnung unmittelbar berührt wird. Veränderte Anfahrtswege und eine stärkere Konzentration auf einen einzigen Standort können sich auf Fahr- und Übergabezeiten auswirken. Auch die Verfügbarkeit von Rettungswagen könnte sich verschieben, wenn sich die Fahrten neu takten.

Die CDU-Fraktion verlangt deshalb eine enge Begleitung durch das Ministerium. Patientenzahlen, Wartezeiten, Rettungswege und Übergabezeiten sollen systematisch ausgewertet werden, um Fehlentwicklungen früh zu erkennen. „Wenn Engpässe entstehen, muss sofort nachgesteuert werden“, so Theobald.

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Sein Fazit fällt grundsätzlich aus und lässt keinen Spielraum für Kompromisse bei der Sicherheit. „Wer Krankenhausstrukturen verändert, muss sicherstellen, dass Menschen im Notfall auch danach schnell und verlässlich die notwendige Hilfe bekommen.“ Für die Fraktion ist damit klar, dass die kommenden Wochen zur Bewährungsprobe für die gesamte Umstellung werden.

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