Foto: Gerontopsychiatrische Netzwerk
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Demenz ist längst keine Frage des Alters mehr – so lautete die Botschaft, die am 16. September auf dem Christian-Weber-Platz in Homburg im Mittelpunkt stand. Unter dem Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ lud das Gerontopsychiatrische Netzwerk zu einem Informationstag ein, der ein Thema in die Mitte der Gesellschaft rücken wollte, das immer mehr Menschen betrifft.

Verantwortlich für den kostenlosen „Memory Walk“ zeichneten die Psychosozialen Projekte Saarpfalz gemeinsam mit der Landesfachstelle Demenz Saarland. Ihr Ziel: Verständnis wecken, Berührungsängste abbauen und pflegenden Angehörigen ebenso wie Betroffenen konkrete Unterstützung an die Hand geben. Dass Demenz nicht nur ältere Menschen trifft, sondern ganze Familien und soziale Netze einbezieht, zog sich als roter Faden durch den Tag.

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An zahlreichen Infoständen suchten die Netzwerkpartner das Gespräch, beantworteten individuelle Fragen und erklärten, welche Hilfsangebote es rund um die Erkrankung gibt. Besonders eindrücklich war der Demenzparcours am Stand der Psychosozialen Projekte. Er ließ Besucher am eigenen Leib nachvollziehen, mit welchen Hürden Menschen mit Demenz im Alltag ringen – ein Perspektivwechsel, der oft mehr bewegt als jede Broschüre. Ergänzend gab es Demenz-Taschen mit Informationsmaterial, und wer Glück hatte, drehte am Glücksrad einen kleinen Gewinn heraus.

Einen ganz eigenen Zugang zum Thema Erinnerung eröffnete Stadtführer Herr Schröder, der mit Geschichten aus der Vergangenheit Homburgs die Stadtgeschichte lebendig werden ließ. Vorgestellt wurde außerdem die Arbeit mit sogenannten Museumskoffern – einer zum Thema „60 Jahre“, ein weiterer zum Fußball. Solche vertrauten Gegenstände und Geschichten sprechen Menschen mit Demenz gezielt an und schaffen wertvolle Momente, in denen persönliche Erinnerungen wieder greifbar werden.

Einen sichtbaren Höhepunkt setzten die Netzwerkpartner mit einer gemeinsamen Aktion rund um das Schwungtuch. Das große, bunte Tuch wurde angehoben, bewegt und zum Schwingen gebracht – eine simple Übung, die schnell für Bewegung, Freude und Gemeinschaft sorgt. Was leicht wirkt, hat einen ernsten Hintergrund: Solche Bewegungen fördern Koordination, Beweglichkeit und Wahrnehmung und sprechen zugleich verschiedene Sinne an. Vor allem aber erleben die Teilnehmenden, dass sie gemeinsam etwas gestalten können.

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Dass all das nicht ohne Kaffee und Kuchen ablief, versteht sich fast von selbst. Beides wurde kostenlos angeboten und lud zum Verweilen und zu Gesprächen ein. Grußworte richteten Landrat Frank John, der Beigeordnete der Stadt Homburg Philipp Scheidweiler sowie Thomas Müller vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit an die Besucher und unterstrichen damit, wie wichtig gemeinsames Engagement für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen ist.

Die Resonanz auf den „Memory Walk“ fiel positiv aus – und eine Fortsetzung im kommenden Jahr gilt als sicher. Der Tag machte deutlich, dass Information, Begegnung und ein besseres Verständnis dabei helfen können, Betroffene stärker einzubeziehen, statt sie an den Rand zu drängen.

 

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