Die meisten Menschen erleiden einen plötzlichen Herzstillstand nicht auf der Straße oder im Krankenhaus, sondern in den eigenen vier Wänden – oft im Beisein von Angehörigen. Genau hier setzt ein Angebot des Klinikums Saarbrücken an, das am Donnerstag, 24. September, jeden befähigen soll, im Ernstfall die richtigen Handgriffe zu kennen.
Anlass ist die bundesweite Woche der Wiederbelebung, die vom 21. bis 27. September 2026 stattfindet. Unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ öffnet das Zentrum für Intensiv- und Notfallmedizin an diesem Tag seine Türen für alle, die lernen möchten, wie sie in einer lebensbedrohlichen Situation handeln können. Los geht es ab 15 Uhr.
Warum dieses Wissen buchstäblich über Leben und Tod entscheiden kann, macht Chefarzt PD Dr. Konrad Schwarzkopf deutlich. „Das Training rettet Leben, denn die meisten Fälle von plötzlichem Herzstillstand ereignen sich zu Hause oder im Freundeskreis“, betont er. „Wer einfache Handgriffe beherrscht, kann entscheidende Minuten überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft.“
Angeboten werden zwei kompakte Trainings, das erste um 15 Uhr, das zweite um 16 Uhr. Auf einen verständlichen Vortrag zu den wichtigsten Schritten der Reanimation folgt jeweils eine praxisnahe Kurzschulung. Dabei üben die Teilnehmenden unter fachlicher Anleitung, wie sie im Notfall konkret vorgehen. Theorie und Praxis greifen so ineinander, dass sich das Gelernte auch ohne medizinische Vorkenntnisse einprägt.
Wer teilnehmen möchte, sollte sich beeilen: Pro Kurs sind höchstens 25 Personen zugelassen. Eine telefonische Anmeldung im Sekretariat unter der Nummer 0681 963 2648 ist deshalb zwingend erforderlich. Das gesamte Angebot ist kostenfrei. Weitere Hintergründe zur Aktionswoche finden Interessierte online unter einlebenretten.de.
Das kommunale Klinikum Saarbrücken zählt mit rund 600 Betten zu den modernsten Maximalversorgern im Südwesten Deutschlands und versorgt auch Patientinnen und Patienten aus dem angrenzenden Frankreich und Luxemburg. Auf dem Winterberg kümmern sich mehr als 300 Ärztinnen und Ärzte sowie etwa 800 Pflegekräfte um jährlich rund 28.000 stationäre und 60.000 ambulante Behandlungsfälle. Zu den Schwerpunkten gehört unter anderem ein eigenes Zentrum für die Behandlung von Herzkreislaufstillständen – ein Umfeld, in dem das Wissen um die Wiederbelebung täglich zum Alltag gehört.



















