Zigarettenkippen, Verpackungen, Glasflaschen und sogar Windeln – was andere achtlos entsorgen, sammelten engagierte Bürgerinnen und Bürger am Wochenende zwischen dem Homburger Bahnhof und dem Christian-Weber-Platz ein. Unter dem Motto „Gemeinsam für ein sauberes Homburg“ hatte das Cleanup Homburg-Netzwerk zu einer Mitmachaktion aufgerufen – unterstützt vom Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen sowie dem Netzwerk Cleanup Saarland.
Trotz regelmäßiger Reinigungen durch die Stadt kamen am Ende beachtliche 17,3 Kilogramm Müll zusammen – eine Zahl, die allein deshalb beeindruckt, weil Zigarettenkippen das Hauptproblem waren. Sie wiegen wenig, richten aber großen Schaden an. Denn Kippen enthalten Mikroplastik und Giftstoffe, die Böden und Gewässer belasten. Genau darauf wollten die Initiatoren aufmerksam machen: Der Fokus lag nicht nur auf dem Müllsammeln selbst, sondern auf öffentlichem Bewusstsein.
Und das zeigte Wirkung: Viele Passantinnen und Passanten blieben stehen, stellten Fragen oder halfen spontan mit – darunter auch ein Geschäftsinhaber gegenüber dem Bahnhof, der kurzerhand selbst zur Greifzange griff. Es sind genau solche Begegnungen, die den Initiatoren Mut machen. Denn wenn Aufräumen ansteckt, entsteht mehr als nur ein sauberes Stadtbild – es wächst Verantwortung.

Klar ist aber auch: Neben Engagement braucht es Struktur. Mehr und vor allem besser ausgestattete Mülleimer – etwa mit Aschenbecheraufsätzen – könnten dazu beitragen, das Problem langfristig in den Griff zu bekommen. Müllentsorgung im öffentlichen Raum ist keine Nebensache, sondern eine Frage der gemeinsamen Lebensqualität.
Finanziell unterstützt wurde die Aktion vom Förderprogramm „Saarland zum Selbermachen“ der Staatskanzlei. Cleanup Saarland stellte ein sogenanntes Starter-Kit mit Warnwesten, Handschuhen, Müllgreifern und Handwaage zur Verfügung. Der städtische Baubetriebshof sorgte für die Müllabholung. Auch dafür gab es ein großes Dankeschön.
Die Beteiligten kündigten bereits an: Diese Aktion war nicht die letzte. Denn eine saubere Stadt ist keine Selbstverständlichkeit – sondern ein Gemeinschaftswerk.






















Traurig und zu gleich schön das andere anstatt zu quasseln was tun. Sieht man aber überall leider überall. Pfandflaschen sammeln die Flaschensammler auf, anderer Müll hingegen leider nicht.