v.l.n.r.: Jürgen Barke (Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes), Thomas Schuck (Geschäftsführer gwSaar), J Jefferson Moss (Director Utah Governor’s Office of Economic Opportunity), Spencer J. Cox (Governor of Utah)  Foto: Benny Dutka
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Das Saarland und der US-Bundesstaat Utah rücken wirtschaftlich enger zusammen. In der saarländischen Landesvertretung in Berlin unterzeichneten die Wirtschaftsförderungsgesellschaften beider Seiten am 21. April eine Absichtserklärung, die den Austausch in Handel, Investitionen und Innovationen auf eine neue Grundlage stellt. Utahs Gouverneur Spencer J. Cox und der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke begleiteten den Akt persönlich – eingebettet in das eigens dafür einberufene „Utah-Saarland Business Alliance Forum“.

Konkret setzten gwSaar-Geschäftsführer Thomas Schuck und Jefferson Moss, Direktor des Büros für Wirtschaftsförderung des Staates Utah, ihre Unterschriften unter das Memorandum of Understanding. Das Dokument benennt klar die Felder, auf denen beide Regionen künftig enger kooperieren wollen: Life Sciences, Luftfahrt und Künstliche Intelligenz stehen ebenso auf der Agenda wie Produktion, Logistik, Energiewirtschaft und Informationstechnologie. Darüber hinaus sollen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und technologieorientierte Unternehmen beider Seiten stärker vernetzt werden.

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Gouverneur Cox ordnete die Vereinbarung in einen größeren Rahmen ein: „Die Partnerschaft zwischen Utah und dem Saarland zeigt, was möglich ist, wenn Regionen mit einer gemeinsamen Vision für Wachstum und Innovation zusammenkommen. Durch den Ausbau unserer Zusammenarbeit in den Bereichen Handel und Investitionen stärken wir nicht nur unsere Volkswirtschaften, sondern gestalten auch eine stärker vernetzte und widerstandsfähigere Zukunft.“ Minister Barke betonte seinerseits den strategischen Charakter des Abkommens: „Innovation entsteht dort, wo unterschiedliche Stärken und Perspektiven zusammenkommen. Mit der heutigen Unterzeichnung bauen wir die transatlantische Zusammenarbeit zwischen dem Saarland und Utah gezielt zu einer strategischen Allianz mit Fokus auf Zukunftsbranchen aus. Damit schaffen wir neue Wachstumschancen auf beiden Seiten des Atlantiks.“

Für den saarländischen Mittelstand sieht gwSaar-Chef Schuck handfeste Vorteile. „Es gibt im Saarland viele innovative mittelständische Unternehmen, die international tätig sind oder dies anstreben. Diese wollen wir unterstützen“, sagte er. Die Erklärung erweitere die bisherige transatlantische Zusammenarbeit und schaffe neue Kontakt-, Kooperations- und Absatzmärkte, von denen saarländische wie US-amerikanische Firmen gleichermaßen profitierten.

Neben den wirtschaftlichen Kernthemen umfasst das Memorandum auch die Bereiche Arbeitsmarkt und Bildung. Geplant sind Bildungspartnerschaften und Austauschprogramme, die Fachkräften und Studierenden beider Regionen zugutekommen sollen. Auch Tourismus und Kultur finden sich in der Vereinbarung wieder – etwa durch gegenseitige Unterstützung bei der Tourismusförderung. Um all das mit Leben zu füllen, sind regelmäßige Konsultationen zwischen den Partnern vorgesehen. Eigens eingerichtete Projektgruppen sollen die länderübergreifende Vernetzung organisieren und den Informationsfluss zwischen Branchen und Unternehmen sicherstellen.

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Der Unterzeichnung in Berlin ging bereits ein mehrtägiges Programm voraus. Die US-Wirtschaftsdelegation war am 19. April in Deutschland eingetroffen. Gouverneur Cox, Minister Barke und Geschäftsführer Schuck führten intensive Gespräche und besuchten am Montag gemeinsam die Hannover Messe. Dort trafen sie am gwSaar-Gemeinschaftsstand „Germany’s Saarland“ mit saarländischen Wirtschaftsvertretern zusammen. Das Forum in der Landesvertretung bildete den Abschluss der Delegationsreise – und zugleich den Startpunkt einer Partnerschaft, die weit über symbolische Gesten hinausreichen soll.

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