Bild: Stephan Bonaventura

Die Karlsberg hat weiter mit der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen zu kämpfen. Während sich die Verkaufszahlen im Einzelhandel im ersten Halbjahr 2021 zwar gut entwickelt haben, lag der Fassbierverkauf aufgrund der Schließung der Gastronomie weitgehend brach. Dennoch ist die Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiv.

Es ist immer wieder faszinierend. Im Grunde sind Maschinen ja nichts Neues. Aber doch spürte man bei den Anwesenden eine gewisse Bewunderung beim Anblick der neuen Fassbierabfüllanlage auf dem Fabrikgelände der Karlsberg Brauerei in Homburg. Rund eine Minute braucht das zwei Millionen Euro teure Schmuckstück, um ein Edelstahlfass zu desinfizieren, neu aufzufüllen und lagerfertig auf Paletten zu verfrachten. Prunkstück ist mit Sicherheit der Roboter, der Fass um Fass in scheinbar spielerischer Leichtigkeit auf das Band verfrachtet.

Jürgen Zeimetz, Erster Brauermeister der Karlsberg Brauerei im Gespräch mit der Presse – Bild: Stephan Bonaventura

„Diese Investition ist für uns sehr wichtig, schließlich wollen wir uns auch ökologisch noch besser aufstellen“, erklärt Jürgen Zeimetz, Erster Brauermeister des Unternehmens. „Im Vergleich zur alten Anlage sparen wir nicht nur Wasser und Strom. Auch den Mitarbeitern wird Arbeit abgenommen.“ Rund 200 Fässer können pro Stunde vom Band rollen – wenn die Nachfrage da ist. Momentan läuft die Maschine jedenfalls auf Hochtouren.

Bild: Stephan Bonaventura

Und das nicht ohne Grund, schließlich ist seit Juni die Gastronomie in der Region wieder geöffnet. Lange 21 Wochen waren Restaurants und Kneipen aufgrund der Corona-Pandemie zuvor geschlossen, dreimal so lange wie im Vorjahreszeitraum. „Da konnten wir kein Fassbier verkaufen“, so Geschäftsführer Markus Meyer bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz für 2021. „Das schlägt sich natürlich auch auf die Zahlen nieder.“

Bild: Stephan Bonaventura

So ist der Umsatz im Vergleich zum ebenfalls stark von Corona geprägten ersten Halbjahr 2020 moderat von 57,7 auf 59,1 Millionen Euro gestiegen. Zum Vergleich: Vor der Pandemie lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 bei 65,6 Millionen Euro. Doch die stetige steigende Zahl an Geimpften und erprobte Hygienekonzepte in der Gastronomiebranche lassen Meyer optimistisch in die Zukunft schauen. „Wir sehen an den steigenden Fassbierabsätzen, dass die Menschen wieder Lust haben, in die Gastronomie zu gehen. Wir erwarten, dass sich die Gastronomieabsätze weiter erholen und deswegen halten wir auch an unserer Prognose für dieses Jahr fest.“

Gute Laune beim Karlsberg-Team – Bild: Stephan Bonaventura

Das liegt auch an den stabilen Umsatzzahlen im Markenhandel. „Hier hatten wir die ganze Zeit eine gute Entwicklung“, so Meyer. Die soll es auch natürlich auch geben, wenn im nächsten Jahr die neuen Mixery-Sorten auf den Markt kommen. „Wir arbeiten da weiter an Überraschungen, aber es wäre zu früh hier Genaueres anzukündigen.“ Bis es soweit ist, soll die neue Fassbieranlage bereits viele Tausend Liter Bier abgefüllt haben. Zumindest, wenn es Corona zulässt.

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